Burgenlands Grüne „massiv“ vom Wahldebakel betroffen

Grünen-Chefin Regina Petrik wird bei der Landtagswahl 2020 mit einem kleinen Wahlkampfbudget auskommen müssen.
  • Grünen-Chefin Regina Petrik wird bei der Landtagswahl 2020 mit einem kleinen Wahlkampfbudget auskommen müssen.
  • Foto: Grüne
  • hochgeladen von Christian Uchann

EISENSTADT (uch). Regina Petrik, Landessprecherin der Grünen Burgenland, will nichts beschönigen: „Das Ausscheiden der Grünen aus dem Nationalrat hat für uns massive Auswirkungen. Nachdem wir hier keinen Klub haben und keinen einzigen Mitarbeiter im Landtag, war für uns der Austausch mit der Bundespartei ganz wichtig. Diese Fachexpertise geht nun verloren.“

Solidarische Schuldenabwicklung

Auch die finanzielle Auswirkungen werden Burgenlands Grüne zu spüren bekommen. „Wir müssen nun schauen, wie wir solidarisch gemeinsam mit den Ländern die Schuldenabwicklung schaffen. Und für den Landtagswahlkampf im Jahr 2020 werden wir nur ein kleines Budget haben, nachdem wir keine finanzielle Unterstützung vom Bund bekommen. Das müssen wir alles ganz neu durchdenken“, so Petrik.
Eine weitere Herausforderung ist die Aufrechterhaltung eines Mindestmaßes an Infrastruktur. „Wir haben etwa eine gemeinsame EDV. Das müssen wir so aufstellen, dass die Länder gut arbeiten können.“

Nicht an den Inhalten gescheitert

Über die Ursachen der Wahlniederlage meint Petrik: „Es sagen uns viele, dass wir nicht an den Inhalten gescheitert sind. Uns ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, ein klares Bild von uns selber entstehen zu lassen.“

„Wir werden für unsere konstruktive Arbeit geschätzt, aber wir werden dafür nicht belohnt.“

Das dürfte auch in Zukunft keine leichte Arbeit sein. „Unsere inhaltlichen Standbeine sind die Öko- und die Solidaritätspolitik, die immer Hand in Hand gehen. Und als Rückgrat von dem ganzen eine unverrückbare Menschenrechtspolitik. Das ist etwas, was man nicht so einfach in zwei Sätzen rüber bringt“, sagt Petrik, die eine Gemeinsamkeit aus den Analysen der Gemeinderats- und Nationalratswahl feststellt: „Wir werden für unsere konstruktive Arbeit geschätzt, aber wir werden dafür nicht belohnt. Uns ist es nicht gelungen, uns richtig zu inszenieren.“

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