Dax (SPÖ): „Der Richtungsstreit zwischen Wien und dem Burgenland muss aufhören“

Einen gemeinsamen Weg in der SPÖ fordert Landesgeschäftsführer Christian Dax.
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  • hochgeladen von Christian Uchann

EISENSTADT. In welche Richtung soll die Sozialdemokratie nach der Nationalratswahl gehen? Für Christian Dax, Landesgeschäftsführer der SPÖ Burgenland, steht eines fest: Der Richtungsstreit zwischen Wien und dem Burgenland muss endlich aufhören.

„Wir müssen auch unseren Weg überdenken“

„Ich bin mir sicher, dass der Wiener Weg nicht der richtige ist. Aber gleichzeitig müssen wir auch unseren Weg überdenken. Wir müssen einen Mittelweg finden“, so Dax.
Hilfreich könnte dabei eine Analyse der Wählerströme sein. So habe die Burgenländische SPÖ vom Wählerpotenzial der Grünen rund 30 Prozent abgeschöpft. In Wien waren es 27 Prozent. Allerdings war der Pool an Grün-Wählern im Burgenland viel geringer als in anderen Bundesländern.

10.000 Wähler zur FPÖ

„Was uns besonders weh tut: Dass wir rund 10.000 Wähler an die FPÖ verloren haben. Das müssen wir noch näher analysieren“, so Dax. Was bereits bekannt ist: Die SPÖ konnte ihre „Kern-Klientel“, nämlich Arbeiter und Angestellte, fast nicht in der Partei halten. Rund 60 Prozent seien zur FPÖ gegangen. „Das wird einer riesengroßen Diskussion der österreichischen Sozialdemokratie bedürfen, wie wir diesem Phänomen entgegenwirken können. Uns blüht einiges an Arbeit“, sagt Dax, der auch Erfreuliches von der Nationalratswahl berichten konnte.

„Doskozil wird im Burgenland eine große Rolle spielen“

So erreichte der burgenländische Spitzenkandidat Hans Peter Doskozil insgesamt 27.806 Vorzugsstimmen. „So etwas hat es im Burgenland überhaupt noch nicht gegeben“, so Dax, der über die Zukunft von Doskozils Politkarriere nur meinte: „Ich bin fest davon überzeugt, dass er in den kommenden Jahren im Burgenland eine sehr große Rolle spielen wird.“

„Schreckensszenario: Schwarz-Blau und NEOS“

Und wie soll es nun auf Bundesebene weitergehen?  „Wir sind für eine erneute Übernahme von Verantwortung – aber nicht um jeden Preis“, meint Dax, der jedoch mit Schwarz-Blau rechnet. „Uns wird wohl oder übel die Opposition blühen.“ Ein Schreckensszenario wäre für Dax eine Zweidrittel-Mehrheit mit Schwarz-Blau und NEOS. „Da kann viel Schaden in Österreich angerichtet werden.“

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