Polizei ermittelte
Donnerskirchner Bürgermeister Mezgolits musste zur Causa Commerzialbank aussagen

Der Skandal um die Mattersburger Regionalbank zieht weite Kreise.
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Der Donnerskirchner Bürgermeister Johannes Mezgolits (ÖVP) musste im Landeskriminalamt zur Causa Commerzialbank aussagen. Mitte August deutete er in seiner Rede im Landtag an, jemanden zu kennen der wisse, wo die verschwundenen Millionen der Regionalbank geblieben wären.

DONNERSKIRCHEN/MATTERSBURG. "Erst vor ein paar Tagen sagte ein Geschädigter aus dem Bezirk Mattersburg zu mir, im Winter haben die Sozis noch bei der Landtagswahl mit den Schneemännern geworben, jetzt, bei 30 Grad, ist nur mehr die Kohle übrig, und ich weiß auch, wer sie sich eingestreift hat", lautete die Passage aus der Rede des Donnerskirchner Bürgermeisters Johannes Mezgolits Mitte August im Landtag, die die Kriminalbeamten aufhorchen ließ. 

Aussage im Landeskriminalamt

Einen Monat später wurde Mezgolits daraufhin von den Kriminalbeamten verhört. Das Ergebnis der Vernehmung, die recht kurz ausgefallen sein dürfte: Mezgolits habe die Passage sarkastisch gemeint und er hätte mit keinem Geschädigten gesprochen, der wisse wo das Geld geblieben wäre. 

SPÖ fordert Rücktritt

SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich und SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst fordern nach nun den Rücktritt von Mezgolits, der auch stellvertretender ÖVP-Bezirksparteiobmann und Landesgeschäftsführer des ÖAAB ist. "Ein Polizeiprotokoll einer Lüge im Landtag – ich würde mich genieren, wenn ich die ÖVP wäre!",  so Hergovich. "Wir fordern Herrn Mezgolits zum Rücktritt auf und von der ÖVP eine Ehrenerklärung, sich zukünftig an die Spielregeln zu halten", fügt Fürst hinzu.

Fazekas: "Skandalisierung der Landtagsrede"

ÖVP-Landesgeschäftsführer Patrik Fazekas verortet hingegen ein Ablenkungsmanöver "vom eigenen Versagen" und eine "Skandalisierung der Landtagsrede von Mezgolits". "Tatsache ist, die SPÖ-Landesregierung hat diese Bank erst möglich gemacht. Sie hat jahrelang weggeschaut und damit den größten Finanzskandal des Burgenlands produziert. Spätestens nach dem Rücktritt von Christian Illedits ist klar, dass die SPÖ vom System Martin Pucher massiv profitiert hat", sagt Fazekas.

Posch: "parteipolitisches Hickhack"

Auch die NEOS reagierten auf die Ungereimtheiten bei Mezgolits Aussagen: "Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für das parteipolitische Hickhack im Zuge des Skandals rund um die Commerzialbank und lässt nichts Gutes für die kommenden Wochen im Untersuchungsausschuss erwarten", so NEOS-Landessprecher Eduard Posch. Weiters fordern die NEOS nach dem Eklat "einmal mehr die Landtagsparteien auf, gemeinsam, sachlich und transparent an einer lückenlosen Aufklärung im Interesse der Geschädigten und des Landes zu arbeiten."

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