Gemeinderat: Verzögerungstaktik bei Resolution zum Klimawandel in #magredn
Feuerwerkspektakel in St. Margarethen Grünes Schweigen zu 19 Opernfeuerwerken

Die Grünen Themen auf Schiene bringen wäre auch eine neue Herausforderung für das Jahr 2020 - Wegen dem Klimaschutz wäre es!
  • Die Grünen Themen auf Schiene bringen wäre auch eine neue Herausforderung für das Jahr 2020 - Wegen dem Klimaschutz wäre es!
  • Foto: 2020 Herbert Unger Foto & Fotomontage HG pixabay
  • hochgeladen von Herbert UNGER

Die Besonderheit am Umfeld des Römersteinbruchs ist die Widmung als strenges Naturschutzgebiet. Die FPÖ St. Margarethen brachte vor 3 Monaten zum Klimaschutz allgemein und speziell zu den Feuerwerken im Naturschutzgebiet Ruster Hügelland im Rahmen der Opernfestspiele, einen Tagesordnungspunkt zur Gemeinderatssitzung ein. Es gab dazu eine spannende Diskussion und eine einstimmige Entscheidung aller im Gemeinderat vertretenen Fraktionen (ÖVP, SPÖ, FPÖ) für den Klimaschutz und für die Verfassung einer Resolution durch die zuständige Umweltgemeinderätin Mag. (FH) Martina Scheibstock. In der Zwischenzeit sind einige Gemeinderatssitzungen ins Land gezogen, 3 Monate vergangen und es liegt immer noch kein Entwurf der Resolution vor. Liegt das an den bevorstehenden Landtagswahlen oder am komplexen Thema? ÖVP Bgm Scheuhammer darauf in einer Gemeinderatssitzung von der FPÖ angesprochen, verwies auf den komplexen Themeninhalt und will die Resolution erst nach den Landtagswahlen abhandeln. Die ARENARIA GmbH gab über die Medien bekannt, dass vor jeder Opernveranstaltung die Wetter- und Sicherheitsverhältnisse geprüft werden und erst danach die Freigabe für das Feuerwerk erfolgt. Danke für diese Information. Klimaschutz scheint hier nicht in den Überlegungen Einzug zu finden. Verständlich, die ARENARIA GmbH ist ein wirtschaftlich orientiertes Unternehmen und bringt dem Bezirk und Land Touristen. Da kann man schon mal den Klimaschutz aus den Augen verlieren. In der beschlossenen Klimastrategie des Burgenlandes sind jedoch nicht nur die kleinen Bürger aufgerufen Maßnahmen für den Klimaschutz zu ergreifen, auch Unternehmen und Veranstalter, sind gefordert gemeinsam zur Erreichung der Klimaziele im Burgenland beizutragen. Dann sind wir mal gespannt welche Klimastrategie für die kommenden 19 Turandot Vorstellungen im Römersteinbruch geplant sind. Eine klimafreundliche Alternative, keine Feuerwerke oder wieder 19 Feuerwerke im Naturschutzgebiet mit Applaus des Premierenpublikums samt politischer Ehrengäste der Schwarzgrünen Bundesregierung? Die Premiere von „Turandot“ findet am 8. Juli um 2030 im Steinbruch St. Margarethen statt. Schauen wir uns das an!

Silvesterfeuerwerk Eisenstadt „Die Dosis mach das Gift“ - was sagen die Grünen?

Ein Beispiel: Für den günstigeren Preis zieht man in Eisenstadt die klimafeindlichen und umweltschädlichen Feuerwerke neuen Lichtshows vor. Verständlich am Beispiel Graz: Feuerwerkkosten 35.000 Euro – Lichtshowkosten 150.000 Euro! Die Kosten des Silvesterfeuerwerks in Eisenstadt scheinen öffentlich nirgends auf und auch die Feuerwerksfirmen halten sich zu Preisen bedeckt – alles nur auf Anfrage. In der aktuellen BVZ wurde die Stadtregierung Eisenstadt befragt: „Generell: Wie so oft macht die Dosis das Gift. Zwei Feuerwerke im Jahr (Silvester und Oper) sind verkraftbar, die tausenden Privatfeuerwerke aber kaum noch. Laser-Show würde aber ein Vielfaches mehr kosten, heißt es dazu aus dem ÖVP geführten Eisenstädter Rathaus.“ Der Autor dieses Artikels war zu Silvester 2020 in Graz. Dort zeigt die ÖVPFPÖ Stadtregierung seit Jahren das es auch mit einer Licht-, Laser- und Wassershow zu Silvester geht. Aber es hat seinen Preis. Laut Medienberichten kostet die Lichtshow in Graz 150.000 Euro und beispielweise lässt sich Innsbruck die Lichtshow 280.000 Euro Kosten. Wie Graz und Innsbruck ihre Lichtshows finanzieren müsste man sich genau in den jeweiligen Budgets anschauen und konnte durch den Autor noch nicht erhoben werden.

Was sagen die Grünen Burgenland und das Grüne Umweltministerium dazu?

Fundstellen einer Google-Suche mit den Schlagwörtern: Regina Petrik, Grüne Burgenland, Feuerwerk – Keine. Am Facebook der Grünen Österreich ebenfalls keine Fundstellen zu „Feuerwerken“. Dafür aber ein aktueller Artikel zu den Waldbränden in Australien. Im Bezirk Eisenstadt hatten wir 2019 einige durch Feuerwerke ausgelöste „Brände“. Die Feuerwerke im strengen Naturschutzgebiet Ruster Hügelland scheinen die Grüne LAbg. Mag. Regina Petrik nicht sonderlich zu stören. Was sagen die Grünen Burgenland aus Sicht des Naturschutzes, Lärmschutzes, Umweltschutzes, Tierschutzes und letztlich aus der Sicht des Klimaschutzes zu den Opernfeuerwerken im Naturschutzgebiet? Derzeit nicht viel! Wieso? Aus der Internetseite des Grünen Umweltministeriums kann jedoch zitiert werden: „UMWELTSCHUTZMINISTERIUM: Durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern werden große Mengen an Feinstaub freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Luftgütemessungen zeigen, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch ist wie sonst an keinem anderen Tag im ganzen Jahr. Bei Verbrennungsprozessen entstehen sehr kleine, sogenannte ultrafeine Partikel. Gerade durch Feuerwerke werden große Mengen dieser gesundheitsschädlichen Ultrafeinstaubpartikel freigesetzt, die mit giftigen Metalloxiden beladen sind. Dazu kommen zusätzliche Emissionen von verschiedenen klimawirksamen Treibhausgasen.“

Aktuell zu Silvester 2020 wieder Silvesterbrände durch Feuerwerke

Feuerwerke sind, in der aktuellen Trockenzeit, auch eine Gefahr und können Brände auslösen (hier möglicher Weise mitten im Naturschutzgebiet). Diesbezüglich gilt es auch der Feuerwehr St. Margarethen einen Dank für ihren Einsatz bei den Festspielen auszusprechen! Gerade im Bereich des Umweltschutzes fordert die Politik mehr Bürgerbeteiligung, bzw. Maßnahmen von Unternehmern und Veranstaltern, um gemeinsam zur Erreichung der Klimaziele im Burgenland beizutragen. Die Bürger sind aufgerufen sich nun an dem bereits groß angelaufenen Bürgerbeteiligungsprozess zu beteiligen. Der Römersteinbruch bietet eine ausgezeichnete Rundumkulisse für eine umweltfreundliche Licht- und Lasershow. In den „Klimaszenarien bis 2100“ für das Burgenland sucht man das Wort „Feuerwerk“ in Zusammenhang mit Feinstaubbelastungen und Partikelemissionen vergeblich.

Landtag: Kampf gegen Klimawandel hat oberste Priorität - Eisenstadt, 05.07.2019

Einstimmig beschloss der Burgenländische Landtag in seiner Sitzung den gemeinsam von der rot-blauen Landesregierung mit den Grünen eingebrachten Dringlichkeitsantrag mit dem Ziel, Maßnahmen gegen den immer rasanter werdenden Klimawandel zur höchsten Priorität zu erheben.
„Ein groß angelegter Bürgerbeteiligungsprozess läuft bereits, denn der Klimaschutz muss in jedem Haushalt eine Rolle spielen“, so Umweltschutzlandesrätin Mag. Astrid Eisenkopf. Das sei die Voraussetzung, dass die verschiedensten Klimaschutzmaßnahmen auch von den Burgenländerinnen und Burgenländern mitgetragen werden. Abschließend verweist Landesrätin Eisenkopf auf die umfassende Bilanz des Landes im Klimaschutz: „Der Klimaschutz ist bei uns sehr stark verankert und wird von den Gemeinden sowie in den Schulen umgesetzt. Wir haben 40 Klimabündnis-Gemeinden, 15 Klimabündnisschulen bzw. Kindergärten sowie 50 Ökologschulen. Damit steht das Burgenland in absoluten Zahlen an der Spitze Österreichs.“

Klimastrategie Burgenland seit Mitte des Jahres 2019 fertig

Dementsprechende Angebote von Agenturen wurden bereits eingeholt, die Vergabe ist erfolgt. Am Ende soll ein Handlungsleitfaden für alle relevanten Akteure entstehen – natürlich in erster Linie für das Land, aber in weiterer Folge auch für alle Institutionen und Unternehmen, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Quelle: https://www.burgenland.at/politik/landesregierung/lrin-maga-astrid-eisenkopf/aktuelles/detail/news/massive-anstrengungen-zum-schwerpunktthema-klimaschutz/

Feuerwerkskörper sind Umweltbomben in der SPÖ seit 2011bekannt!

Auf diese vielfach unterschätzte Belastung machte der Konsumentenschutzsprecher der SPÖ, Johann Maier, bei einem Pressegespräch in Salzburg aufmerksam. So wurde zum Beispiel am Neujahrstag 2011 in Graz eine Feinstaubbelastung von 193 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, der Grenzwert (50) wurde damit fast um 300 Prozent überschritten. Außerdem wies Maier darauf hin, dass in jeder fünften Rakete das europaweit verbotene, krebserregende Hexachlorbenzol enthalten ist. Quelle: https://www.wetter.at/wetter/news/Massive-Luftbelastung-durch-Feuerwerke/51104540

In Österreich ist es ähnlich: Feuerwerke emittieren mehr Partikel als alle Nutzfahrzeuge zusammen – „Dies Dosis macht das Gift?“ meint die Stadt Eisenstadt

Als Schlussfolgerung kann gesagt werden, dass es widersprüchlich ist, einerseits die Partikelemissionen der Fahrzeugmotoren durch Errichtung von Umweltzonen und Verschärfung der Abgaslimits zu bekämpfen, aber dieselbe Menge Partikel mit noch toxischeren Inhaltsstoffen in die Atmosphäre freizulassen. Es ist höchste Zeit, dass die derzeit umweltschädlichen Feuerwerke durch umweltfreundlichere ersetzt werden müssen.
Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140701_OTS0240/emissionen-von-feuerwerken
Lesen Sie nach: Google Suche mit den Schlagwörtern: Klimaschutz Feuerwerke
https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=klimaschutz+feuerwerke
Studie Verein für Kraftfahrzeugtechnik – Emissionen von Feuerwerken 2014
Gesundheitsgefährdung Umweltbelastung Sicherheitsaspekte
https://www.ubz-stmk.at/fileadmin/ubz/upload/Downloads/umweltinformation/Emissionen_von_Feuerwerken.pdf
Schilfbrand Mörbisch Festspiele 2019
https://www.bvz.at/eisenstadt/brandursache-feuerwerk-schilfbrand-nahe-der-seebuehne-moerbisch-moerbisch-feuerwehr-seefestspiele-moerbisch-155834416?fbclid=IwAR0PRxKJZ3rwy_v8bUqvsPyV_DbTv1HhdOA6nYxW2-LzUmEGtm5EOtE3HEU

Für alle Personen, Firmen, Institutionen, politischen Partien und im Artikel angesprochenen Personen gilt die Unschuldsvermutung.
Regionaut Herbert Unger aus Eisenstadt

Autor:

Herbert UNGER aus Eisenstadt

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