Landesrechnungshof: Aus den Zinstauschgeschäften aussteigen

EISENSTADT. Der Landesrechnungshof (LRH) empfiehlt in seinem Prüfbericht über den Rechnungsabschluss des Landes für das Jahr 2015 den Ausstieg aus den Zinstauschgeschäften.

„Finanzieller Nachteil von 51,3 Millionen Euro“

„Dem Land entstand aus den sechs Zinstauschgeschäften in den Jahren 2005 bis 2015 ein finanzieller Nachteil von 51,3 Millionen Euro“, ist im LRH-Bericht zu lesen.
Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der Zinstauschgeschäfte sowie der großen unterjährigen Schwankungsbreite empfiehlt der Landesrechnungshof neuerlich die Erarbeitung konkreter Ausstiegsszenarien aus den Zinstauschgeschäften.
Positiv bewertete der Rechnungshof, dass das Land Gespräche mit einer Bank zur Schließung von drei Zinstauschgeschäften führte.

Sechs Zinstauschgeschäfte

Die Landesregierung schloss in den Jahren 2003 und 2004 zur Absicherung des Gesamtkreditvolumens mit drei Kreditinstituten insgesamt sechs Zinstauschgeschäfte ab. Deren Nominale betrug insgesamt rund 150 Millionen Euro bei einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren.

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