Rot-türkiser Gleichstand bei den Bürgermeistern

Am Wahltag gab es für LH Hans Niessl und SPÖ-Landesgeschäftsführer Robert Hergovich auch Anrufe mit positiven Nachrichten aus den Gemeinden.
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  • hochgeladen von Christian Uchann

EISENSTADT. Es dauerte am Wahlsonntag bis spät in die Nacht, bis das letzte Ergebnis bei der Wahlbehörde einlangte. Dieses kam von der Landeshauptstadt, wo die ÖVP sowohl im Gemeinderat als auch bei der Bürgermeisterwahl ihre Vormachtstellung ausbauen konnte.
Damit stand endgültig fest, dass es nach dem ersten Wahlgang einen rot-türkisen Gleichstand bei der Zahl der Bürgermeister gibt. Sowohl SPÖ als auch ÖVP kamen auf 74 Bürgermeister. In 19 Gemeinden erreichte keiner der Kandidaten eine absolute Mehrheit, sodass es dort am 29. Oktober zu einer Stichwahl kommt.

SPÖ verliert Mandate

Insgesamt 1.461 Mandate entfielen auf die SPÖ, was einen Verlust von 50 Mandaten bedeutet. Die ÖVP kam auf 1.364 Mandate, ein Zugewinn von einem Mandat im Vergleich zur Wahl im Jahr 2012.

Zugewinne für FPÖ

Eine untergeordnete Rolle auf Gemeindeebene spielen die anderen Parteien. Die FPÖ erreichte 144 Mandate, ein Plus von 63. Eine theoretische Chance auf einen Bürgermeister gibt es nur in Loipersbach, wo es der FPÖ-Kandidat in die Stichwahl schaffte.
Das Bündnis Liste Burgenland (LBL) gewinnt 39 Mandate – exakt gleich viel wie 2012. Die Grünen werden mit insgesamt 27 Mandaten in den Gemeinderäten vertreten sein, auch das bedeutet das gleiche Ergebnis wie 2012. Die NEOS haben in Pinkafeld ihr erstes Mandat geschafft. Weitere Namens- und Bürgerlisten erreichten 107 Mandate.

Reaktionen der Parteien

SPÖ-Chef Hans Niessl zeigte sich trotz der leichten Mandatsverluste zufrieden. „Wir haben das mit Abstand beste Ergebnis bei Kommunalwahlen aller sozialdemokratischen Parteien in Österreich eingefahren.“
ÖVP-Chef Thomas Steiner sprach von einem „guten Tag für die ÖVP Burgenland“, nachdem es gelungen ist, der SPÖ sowohl bei den Mandaten als auch den Bürgermeistern „näherzurücken.“ Für die Stichwahlen zeigt sich Steiner „extrem zuversichtlich.“
Auch wenn das Wahlziel von 160 Mandaten nicht erreicht wurde, ist FPÖ-Chef Johann Tschürtz mit dem Wahlausgang nicht unzufrieden. „Wir sind die einzige Partei, die zulegen konnte“, so Tschürtz.
Positiv bewerten auch die Grünen das Wahlergebnis. „Unser Ziel war es, in mehr Gemeinderäten als je zuvor vertreten zu sein. Dieses Ziel haben wir erreicht“, so Landesgeschäftsführerin Anita Malli.

Alle Landes-, Bezirks- und Gemeindeergebnisse finden Sie hier

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