Landtagswahl Burgenland 2020
So hat der Bezirk Eisenstadt - Umgebung gewählt

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Am Sonntag hat das Burgenland seinen neuen Landtag gewählt. Hier findest du das Ergebnis der Landtagswahl Burgenland 2020 im Bezirk Eisenstadt Umgebung.

BEZIRK EISENSTADT/UMGEBUNG. Beim Ergebnis handelt es sich um keine Hochrechnung, sondern um den tatsächlichen Auszählungsstand. Der Beitrag und die Ergebnisse zur Landtagswahl Burgenland 2020 werden laufend aktualisiert.

Alle Wahllokale geschlossen

Um 7 Uhr früh öffneten die ersten Wahllokale im Bezirk. Während es in Oslip, Steinbrunn oder Trausdorf möglich war, bis 14 Uhr zu wählen, schlossen vor kurzem – um 16 Uhr – die letzten Lokale in Eisenstadt, St. Margarethen, Rust oder Neufeld. Wir erwarten in Kürze die Auszählung der ersten Ergebnisse.

Erste Gemeinden ausgezählt

Großhöflein war unter den ersten ausgezählten Gemeinden. Nummer eins ist die SPÖ, die ÖVP gewinnt enorm dazu. Die LBL verliert in Großhöflein erdrutschartig, Andreas Kuchelbacher (LBL), die Nummer eins im Wahlkreis, blieb nichts anderes, als der SPÖ zum Ergebnis zu gratulieren.

ÖVP: kaum Plus in Hornstein

Die ÖVP kann in der Heimatgemeinde von Christoph Wolf, der die Wahlkreisliste anführte, nicht zufrieden sein – über 50 Prozent für die SPÖ, keine Zugewinne (plus 0,02 Prozent) für die ÖVP. Während Wolf auf Landesebene noch auf das zwölfte Mandat hofft und mit dem landesweiten Ergebnis – einem 3er vorne – zufrieden ist, kam die ÖVP in Hornstein nur auf 28,5 Prozent.

Die ÖVP bei der Präsentation der ersten Ergebnisse. Wolf ist mit dem Gesamtergebnis zufrieden, hofft auf ein zwölftes Mandat.
  • Die ÖVP bei der Präsentation der ersten Ergebnisse. Wolf ist mit dem Gesamtergebnis zufrieden, hofft auf ein zwölftes Mandat.
  • Foto: Angelika Illedits
  • hochgeladen von Hannes Gsellmann

Bürgermeister-Brief ohne Auswirkungen

Am Freitag sorgte ein von der SPÖ veröffentlichter Brief von Oslips Bürgermeister Stefan Bubich für Aufsehen. In diesem wurde ein Gemeindebürger beschimpft. Auswirkungen auf die Wahlen hatte dieser Aufreger kaum. Die ÖVP hielt das 2015er-Ergebnis mit über 36 Prozent. Großer Sieger ist auch in Oslip die SPÖ mit großen Zugewinnen auf über 48 Prozent.

SPÖ Sieger in Trausdorf

Robert Hergovich, Landtagsabgeordneter in Trausdorf und Nummer zwei der SPÖ im Wahlkreis, fuhr in seiner Heimatgemeinde ein starkes Ergebnis ein. Mit 58,10 Prozent konnte die SPÖ das Ergebnis der letzten Wahl noch um fast drei Prozentpunkte in die Höhe schrauben.

Mörbisch: SPÖ und ÖVP gewinnen

Mit Bettina Zentgraf (SPÖ) auf Platz sieben und Bürgermeister Markus Binder (ÖVP) auf Platz fünf hatten beide Großparteien Kandidaten aus dem Ort auf prominenten Listenplätzen im Wahlkreis positioniert. Sowohl SPÖ als auch ÖVP verzeichneten Zugewinne. Die SPÖ gewinnt rund neun Prozentpunkte und liegt bei 51,2 Prozent, die ÖVP gewann drei Prozentpunkte und bilanziert mit 26,15 Prozent.

ÖVP-Schlappe in Zagersdorf

Von über 35 auf unter 29 Prozent sackte die ÖVP in Zagersdorf, der Heimatgemeinde von NAbg. Christoph Zarits ab. Der Zagersdorfer SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Ivan Grujic hingegen freut sich über ein starkes SPÖ-Ergebnis: 55,5 Prozent bedeuten ein Plus von über zehn Prozentpunkten.

Enttäuschung bei den GRÜNEN

Die GRÜNEN konnten im Bezirk nicht auf den allgemein guten Trend aufspringen, der erhoffte Klub-Status wird sich im Landtag wohl nicht ausgehen. Dementsprechend enttäuscht gibt sich Anja Haider-Wallner aus Eisenstadt, die im Wahlkreis hinter Spitzenkandidatin Regina Petrik auf Platz zwei kandidierte: „Das Ergebnis entspricht nicht meinen Hoffnungen. Wir hätten und mehr erwartet – und ich finde auch mehr verdient. Denn wir sind gelaufen, hatten gute Themen und haben einen guten Wahlkampf geliefert. Jetzt müssen wir analysieren, warum das so ausgegangen ist.“

Traditionell stark: ÖVP in Leithaprodersdorf

58,4 Prozent der Stimmen in Leithaprodersdorf gingen an die ÖVP, die damit das Ergebnis von 2015 noch ausbauen konnte. Zugewinne gab es in der Gemeinde auch für die SPÖ, die von 23,2 Prozent auf 25,8 Prozent kletterte. Auch in Schützen kletterte die ÖVP von 39 auf 47,8 Prozent und bleibt damit die klare Nummer eins in der Gemeinde.
Nach der Wahl verbucht die ÖVP auch in Lorette Zugewinne von knapp fünf Prozentpunkten auf 39,6 Prozent. Gegen den Trend verlor hier die SPÖ, liegt mit beinahe 41 Prozent der Stimmen jedoch trotzdem auf Platz eins.

Wimpassing und St. Margarethen: SPÖ überholt ÖVP

Die SPÖ verzeichnete in der Leithagemeinde enorme Zuwächse: wählten 2015 29,6 Prozent die SPÖ, waren es heuer 49,3 Prozent, die ihr Kreuzerl der SPÖ gaben. Sehr zur Freude von Bgm. Ernst Edelmann, der für die SPÖ auf Platz zwölf der Wahlkreisliste kandidierte. Die ÖVP fiel um rund fünf Prozentpunkte auf 27,1 Prozent. Herbe Verluste musste in Wimpassing auch die FPÖ hinnehmen, sie fiel von 26,1 Prozenten auf 15,5 Prozent.
In St. Margarethen konnte die ÖVP ebenfalls von der SPÖ überholt werden, die beiden Großparteien liegen in der Gemeinde nahezu gleichauf. Während die SPÖ beinahe acht Prozentpunkte auf 38,9 Prozent zulegte, konnte die ÖVP nur knapp zulegen (von 37,8 auf 38,2 Prozent).

Siegendorf: SPÖ über 60 Prozent, ÖVP legt zu

Mit Rita Stenger (SPÖ) und Jutta Vlasic (ÖVP) waren auch zwei Frauen aus Siegendorf auf den Wahlzetteln zu finden. Zugewinne gab es für beide Parteien, die SPÖ kommt mit 62,7 Prozent auf Platz eins. Ein starkes Ergebnis für „Siegendorfer Verhältnisse“ erreichte auch die ÖVP. Die Volkspartei steigerte sich um 8,6 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Zudem wurde in der Gemeinde die FPÖ von den GRÜNEN überholt.

Breitenbrunn: ÖVP verliert

Gleiches Bild zeichnet sich in Breitenbrunn ab, wo die GRÜNEN mit beinahe zehn Prozent an den Freiheitlichen vorbeizogen. Die SPÖ legte zu (um elf Prozentpunkte auf 51,2 Prozent), gegen den Landestrend verlor die ÖVP rund drei Prozentpunkte und liegt nun bei 27,3 Prozent.

FPÖ: nur Plus in Großhöflein

Außer in Großhöflein (Plus ein Prozentpunkt) stand bei der FPÖ in allen Gemeinden ein Minus vor dem Ergebnis. „Wir haben schon mehr gelacht“, so FPÖ-Klubobmann Géza Molnár. „Das Ergebnis ist in allen Belangen außergewöhnlich. Ich gratuliere der SPÖ. Die Opposition hat keinen Fuß auf den Boden gebracht.“

Donnerskirchen gegen den Trend

Außergewöhnlich ist das Wahlergebnis in der Gemeinde Donnerskirchen. Dort ist die ÖVP nicht nur erneut die Nummer eins, sondern verzeichnete mit einem Plus von über fünf Prozentpunkten auf 45 Prozent auch den höchsten Zugewinn. Zweifellos auch dem Engegement von Bgm. Johannes Mezgolits zu verdanken, der von Platz drei der ÖVP-Wahlkreisliste aus Stimmung für Türkis machte.

Ergebnis aus der Landeshauptstadt

In Eisenstadt bleibt die ÖVP mit Bürgermeister und Spitzenkandidat Thomas Steiner mit 40,3 Prozent auf Platz eins und verzeichnete ein Plus von 2,5 Prozentpunkten. „Wir haben uns realistische Wahlziele gesetzt, die wir erreicht haben. Dafür möchte ich mich bei den Wählern bedanken. Wir wollten stärker werden, dass haben wir geschafft“, kommentiert Steiner das Ergebnis.
Deutlich zulegen konnte die SPÖ, die mit 33,5 Prozent am zeiten Platz liegt. Die FPÖ verlor deutlich und verzeichnet in der Landeshauptstadt nur ein einstelliges Ergebnis, die GRÜNEN verlieren marginal und landen bei 13,8 Prozent der Stimmen.

Rust: letztes Ergebnis

Am längsten mussten die Burgenländerinnen und Burgenländer darauf warten, bis die 1.225 Stimmzettel aus Rust ausgezählt wurden. Kurz nach 19 Uhr war es dann auch in der Storchenstadt soweit. Auch in Rust gewinnen SPÖ, ÖVP und GRÜNE. Mit knapp unter 50 Prozent der Stimmen ist die SPÖ die Nummer eins vor der ÖVP (27,6 Prozent) und der FPÖ (12,8 Prozent).

Zahlen aus dem Bezirk

Die Wahlbeteiligung im Bezirk Eisenstadt Umgebung lag bei 75,91 Prozent und damit unter der von 2015 (76,97 Prozent). Knapp über die Hälfte der gültigen Stimmen (50,14 Prozent) im Bezirk gingen an die SPÖ, die ÖVP kam auf 30,69 Prozent. In 21 Gemeinden ist die SPÖ Wahlsieger. Nur in der Stadt Eisenstadt sowie den Gemeinden Donnerskirchen, Leithaprodersdorf und Schützen holte die Volkspartei mehr Stimmen als die SPÖ – bei den letzten Wahlen 2015 waren es noch sieben Gemeinden gewesen.

Autor:

Hannes Gsellmann aus Eisenstadt

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