Unsicheres Burgenland – Einbruchswelle überfordert Exekutive und Politik, die Bevölkerung ist zu Recht verunsichert und weit davon entfernt ein subjektives Sicherheitsgefühl wahrzunehmen.

Die Bürger müssen ihr Hab und Gut wohl selbst schützen.
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  • Die Bürger müssen ihr Hab und Gut wohl selbst schützen.
  • hochgeladen von Herbert UNGER

Die Bürger fühlen sich nicht mehr sicher. Die Assistenzsoldaten sind abgezogen und im Burgenland nehmen die Einbrüche zu. Die Exekutive scheint mit der aktuellen Situation überfordert zu sein. Kurze Ermittlungserfolge werden durch laufende neue Einbruchswellen wieder zu Nichte gemacht.

Eine kurze aktuelle Bilanz der letzten Wochen.

GIRM Ortsteil von DEUTSCHKREUZ
Einbruch in Schuppen und Nebengebäude auf 9 Grundstücken.
Gestohlen wurden drei Motorsägen, zwei Bohrmaschinen und zwei Motorsensen sowie sechs Fahrrädern und ein E-Bike

SIEGENDORF
In sieben Geräteschuppen und Gartenhäuser wurde hier eingebrochen.

EISENSTADT
Aktuell wie bereits vor einigen Monaten wurde wieder in die Kellerräume einer Siedlungsgenossenschaft eingebrochen. Fahrräder und andere Wertgegenstände wurden entwendet.

MÜLLENDORF
Aus einem Gartencenter wurden Fahrräder, Handys und ein Laptop gestohlen.

NEUFELD
Einbruch in eine Bäckerei.

BRUCKNEUDORF
Aus versperrten Containern auf einer Baustelle wurden 400 Meter Kupferdraht gestohlen.

KEMETEN
Über ein Fenster drangen Einbrecher in ein Gasthaus ein und bedienten sich an Zigaretten, Geld, Laptop und Digitalkamera. Im selben Ort wurde auch gleich die Tankstelle ausgeräumt.

HEILIGENKREUZ
Der Tankstellenshop wurde geplündert. Autobahnvignetten, Getränke und Bargeld wurden entwendet.

OBERWART
Ein Rasenmäher Traktor wurde durch Kriminelle gestohlen.

GÜSSING
Hier wurden die Täter durch eine Alarmanlage in einer Autowerkstätte vertrieben.

PAMHAGEN
Eine Einbruchsserie hält hier die Polizei auf Trab. Neun Wirtschaftsgebäude und Firmen wurden durch Einbrecher heimgesucht.

SCHATTENDORF
Eine Einbruchsserie in Wohnhäuser und Geräteschuppen. 30 Delikte wurden hier angezeigt.

PARNDORF
Hier wurde ein PKW gestohlen.

UNTERBILDEIN
In einem Lebensmittelgeschäft wurden Zigaretten und Bargeld gestohlen.

GATTENDORF
Aus zwei Arbeitsmaschinen wurde 290 Liter Diesel abgezapft.

PODERSDORF
Einbrecher bedienten sich hier an drei Booten.

Wohlgemerkt sind dies nur ein Teil der öffentlich durch Medien bekannt gemachten Einbrüche. Die Realität der streng unter Verschluss gehaltenen realen Echtzahlen aus dem Sicherheitsmonitor spricht wahrscheinlich eine noch deutlichere Sprache.

Die offizielle Kriminalitätsstatistik spricht von 8.260 Anzeigen im ersten Halbjahr 2012 zu Wohnungs- und Einfamilienhauseinbrüchen.

Erst kürzlich wurde die neue Führungsriege des Exekutive im Burgenland vorgestellt:

Zitate aus den Ansprachen:
„Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung müsse gestärkt werden, sagten sowohl Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) als auch Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ). Die Problemstellungen für den neuen Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil (SPÖ) und sein Team liegen jedenfalls auf der Hand.“

Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist aktuell einmal mehr gestört. Die Bevölkerung spürt die realen Einbrüche und Realschäden aus Diebstahl und Raub im eigenen Ort, bei ihren Gartenhäusern und Einfamilienhäusern.

Viel Arbeit für den neuen Polizeidirektor.
Der direkte Draht zum Landeshauptmann sollte vorhanden sein als ehemaliger Büroleiter von LH NIESSL. Jetzt muss die Sicherheit wieder spürbar für die Bürger gemacht werden.

Die SPÖ verlangt mehr Polizisten.
Die ÖVP verspricht mehr Polizisten.

Die FPÖ schlägt einen Gemeindewachkörper vor. Zitat LR TSCHÜRTZ:

SPÖ und ÖVP setzen Gaunern nichts entgegen „Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum SPÖ und ÖVP dem kriminellen Treiben im Burgenland nichts entgegensetzen. Die Gauner aus dem Osten haben leichtes Spiel, die Leute sind verängstigt und verzweifelt – und nichts geschieht“, so der Obmann der Freiheitlichen.“

„Die Bürger müssen zur Kenntnis nehmen, dass SPÖ und ÖVP nicht den Willen oder auch nicht den Mut haben, sich für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen und die Wiederaufnahme des Assistenzeinsatzes einzusetzen. Es gibt nur leere Worte.“ FPÖ-Obmann Johann Tschürtz fordert daher eine „andere Sofortmaßnahme“.
Sofortmaßnahme „Gemeindewachkörper“
„Diese Sofortmaßnahme bestehe in der raschen Einführung eigener Wachkörper in den Gemeinden. Das, sagt Johann Tschürtz, sei verfassungsrechtlich zulässig und wäre eine effektive Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung, von Hab und Gut. Und hier stehe es dem Land unabhängig von Bund und EU frei, aktiv zu werden.“

Eine Recherche zum Thema EINBRÜCHE auf der Website der GRÜNEN deckt auf, dass es zum Schlagwort „Einbruch/Einbrüche“ nur 2 Fundstellen aus dem Jahr 2009 gibt.

Im Jahr 2009 schlagen die Die GRÜNEN im BURGENLAND einen konzentrierten Maßnahmenkatalog vor:

•12,5 Mio Euro für mehr PolizistInnen anstatt für AssistenzeinsatzDas Innenministerium lässt keine weiteren PolizistInnen im Burgenland zu und verweist auf die Anwesenheit der SoldatInnen, die jedoch im Ernstfall ohnehin nicht eingreifen dürfen.

•lückenlose Aufstockung der Polizeiplanstellen; Strategie der Polizeieinsätze muss neu geregelt werden. Gegen organisierte Banden kann nicht mit denselben Mitteln vorgegangen werden, wie gegen Schnellfahrer oder Parksünder.

•gemeinsame Kriminalitätsbekämpfungsspezialisten für den Staatsgrenzbereich (Österreich, Ungarn, Slowakei, Slowenien etc.) und deren Einsatz im Grenzraum.

•eine international besetzte Spezialtruppe, die an der EU-Außengrenze im Osten den georgischen oder moldawischen Banden schon die Einreise in die EU vermiest.

•flächendeckende Informationsveranstaltungen und Beratungsangebote darüber, welchen Beitrag die Bevölkerung zum Schutz ihres Eigentums leisten kann.

Vorschläge, Versprechen, Planungen und dies in Wahlzeiten. Somit nichts dabei für den Bürger und sein Einfamilienhaus, sein Wohnung oder sein Kellerabteil. Die Bürger müssen wohl selbst auf ihr Hab und Gut aufpassen. Ein Alarmanlage schreckt in der heutigen Zeit keinen Einbrecher mehr ab. Nur mehr Polizisten auf Streife, vor allem Nachts und am Wochenende könnten helfen.

Warten wir die Wahlen ab. Mit den freien und geheimen Wahlen können sich die Bürger jene Landesregierung schaffen, welche zukünftig für die Sicherheitspolitik im Land BURGENLAND verantwortlich zeichnet.

Liebe Leser und Regionauten, schreiben Sie Kommentare und Beiträge zu diesem Thema aus ihrem Lebensbereich und ihrem Ort. Was sagen die Bürger zur aktuellen Situation im Burgenland.

Die Bürger müssen ihr Hab und Gut wohl selbst schützen.
Symbolfoto einer gestellten Festnahme - öffentliche Ausbildungsvorführung
Autor:

Herbert UNGER aus Eisenstadt

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