Österreichs schnellster Schwimmer

Als 16. über 400 Meter Lagen war Jakub Maly bester Österreicher der Weltmeisterschaften
  • Als 16. über 400 Meter Lagen war Jakub Maly bester Österreicher der Weltmeisterschaften
  • hochgeladen von Hannes Gsellmann

EISENSTADT. Für Jakub Maly, Schwimmer der Eisenstädter Schwimmunion (ESU), läuft derzeit alles nach Plan. Bei den Weltmeisterschaften in Barcelona war Maly bester Österreicher und fixierte drei persönliche Bestzeiten.
Bei den folgenden Wettkämpfen in Eindhoven und Berlin legte der 21-Jährige weitere Bestzeiten über 200 Meter Lagen und seine Spezialdisziplin, die 400 Meter Lagen auf der kurzen Strecke nach.

Training in Übersee
Nun führt ihn sein Weg nach Minneapolis, um dort an der University of Minnesota zu trainieren und zu studieren. "Das ist der richtige Schritt, um mich weiterzuentwickeln", so Maly. "Bei uns trainiere ich in der Südstadt, wir sind dort 15 Schwimmer. Auf der Uni sind wir dann 80, haben acht Trainer und eine super Infrastruktur", erklärt Maly seine Beweggründe. "Schwimmen ist zwar eine Weltsportart, in manchen Teilen der Welt sogar populärer als Leichtathletik, aber leben kann man davon in Österreich nicht. Deswegen wil ich auch Physiotherapie oder Biologie studieren. In Minnesota lässt sich das perfekt mit meinen Training vereinbaren."

Beinahe gestorben
Eine Schrecksekunde musste Maly in den USA auch schon miterleben. Bei einem Trainingslager in Miami 2011 wurde er in einer selbstgegrabenen Sandgrube verschüttet und erstickte beinahe. Nach zwei Stunden mühevoller Hilfe durch die Rettungskräfte konnte er wieder befreit werden. "Damals war ich in Super-Form und hätte leicht das Limit für die WM geknackt, aber nach diesem Vorfall konnte ich mich einfach nicht schnell genug erholen."

Durch Freundschaft nach Eisenstadt
Der Weg in die USA ist nicht der erste große Schritt des gebürtigen Tschechen. Vor sechs Jahren verließ er sein Mutterland und kam nach Österreich, wo seine Großmutter seit über 20 Jahren in Wien lebt. Durch Freunde fand er den Weg nach Eisenstadt zur ESU, für die er auch weiterhin schwimmen wird.

Ein Leben lang im Wasser

Sein Trainingszentrum schlug er in der Südstadt auf. "In den letzten sechs Jahren bin ich dort 13.000 Kilometer geschwommen", erklärt Maly. "Insgesamt müssen es schon weit über 20.000 sein. Ich glaube, so viele bin ich noch nicht einmal mit meinem Auto gefahren." Kein Wunder, schwimmt der sympathische Sportler bereits seit seinem dritten Lebensjahr. "Da war ich mit meinem Vater in Griechenland auf Urlaub. Als wir wieder zurück kamen, habe ich eigentlich zu trainieren begonnen und meine Umfänge immer gesteigert."

Fernziel Rio 2016
"Auch wenn ich jetzt in Minnesota bin, werde ich weiterhin für Österreich und Eisenstadt schwimmen. Mein großes Ziel ist es, mein Land bei den Olympischen Spielen in Rio zu vertreten."

Autor:

Hannes Gsellmann aus Eisenstadt

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