Sexualisierte Gewalt im Sport: ASVÖ setzt auf Prävention

Das richtige Verhalten in prekären Situationen können Frauen und Mädchen in speziellen Workshops erlernen.
  • Das richtige Verhalten in prekären Situationen können Frauen und Mädchen in speziellen Workshops erlernen.
  • Foto: MEV
  • hochgeladen von Christian Uchann

EISENSTADT. Der Fall der ehemaligen Skifahrerin Nicola Werdenigg, die von schweren sexuellen Übergriffen in den 70er-Jahren berichtete, löste eine lebhafte Diskussion über sexualisierte Gewalt im Sport aus.
„Auch wenn im Burgenland bisher kein derartiger Fall bekannt ist, darf man das Thema keinesfalls tabuisieren“, meint Robert Zsifkovits, Präsident des ASVÖ Burgenland, in einer Aussendung.

Strafregisterbescheinigung

Beim größten Dachverband des Burgenlandes (rund 600 Mitgliedsvereine) wird das Thema „Sexualisierte Gewalt im Sport“ bereits seit Jahren sehr ernst genommen. „Jeder unserer Mitarbeiter, der mit Kindern oder Jugendlichen arbeitet, muss etwa bei seiner Bewerbung eine ,Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge‘ vorlegen, so Zsifkovits.

Aufklärungsbroschüre

Um Menschen für das Thema zu sensibilisieren, bietet der ASVÖ verbandsübergreifende Schulungen an und entwickelte in Kooperation mit Sportministerium, BSO, Sportunion, ASKÖ und dem Verein „100% Sport“ die Aufklärungsbroschüre „Für Respekt und Sicherheit“. Außerdem steht eine ASVÄ-Beauftragte zur vertraulichen Beratung und Hilfe zur Verfügung.

Auch Buben und Männer betroffen

„Frauen sind zwar signifikant öfter von sexualisierter Gewalt betroffen, aber nicht ausschließlich. Auch jeder neunte Bub oder Mann musste sie bereits in irgendeiner Form erfahren. Das wird in der aktuellen Diskussion gerne vergessen“, so Zsifkovits.

Verhaltenstraining für Mädchen und Frauen

Zusätzlich zu den bereits genannten Maßnahmen bietet der ASVÖ in Kooperation mit der Landespolizeidirektion Burgenland bereits seit 2011 ein sicherheitsorientiertes Verhaltenstraining für Mädchen und Frauen ab dem 14. Lebensjahr an.

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