Ein Familienbetrieb mit der Schnapsidee: Film und Frucht aus Eisenstadt

Eine Familie hilft zusammen: Vater Heinz Stainer, Tochter Sabine, Mutter Doris Stainer, Sohn Hannes, Gatte Herbert und Brigitte Bürger
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EISENSTADT. Selbst aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es weit hergeholt, beim Angebot in der Eisenstädter Esterházystraße von Diversifikation zu sprechen. Zum einen bietet Brigitte Bürger Edelbrände, zum anderen setzt sie auf Videoproduktionen.
„Diese Kombination ist auch Mitgrund des Shopnamens ,Schnaps-Idee'“, erläutert die Inhaberin, die sowohl im Schnaps- als auch im Videobereich tatkräftig von ihrer Familie unterstützt wird.

Von VHS auf DVD

In der Filmbranche ist die hauptberufliche HTL-Lehrerin seit 2011 tätig, filmt Hochzeiten oder Imagefilme, digitalisiert aber auch VHS-Kassetten oder Super 8-Filme. „Das ist zu Beginn als Spaß so nebenbei dahingeplätschert“, erinnert sie sich zurück. „Dass ich das nun beruflich mache, war eigentlich Zufall. Eine Fraueninitiative hat mich mit meiner Idee vom Business-Plan über Amtswege bis zur Gewerbeanmeldung unterstützt“, erklärt Bürger, der heute mit ihrem Gatten Herbert und Sohn Hannes zwei Kameramänner zur Seite stehen. Auch Tochter Sabine ist im Betrieb involviert, kümmert sich vor allem um administrative Angelegenheiten.

Frühe Leidenschaft

Die filmende Pädagogin befindet sich derzeit im Sabbatical und will ab Herbst ihre HTL-Unterrichtsstunden halbieren, denn im Jänner wird sie in den elterlichen Betrieb einsteigen. Seit 40 Jahren produziert ihr Vater Heinz Stainer in Eisenstadt Edelbrände. „Schon als Kind habe ich beim Obstsammeln geholfen“, wurde ihre Leidenschaft früh geweckt. „Heute ist mein Vater über 80 Jahre alt, arbeitet jedoch noch immer mit viel Leidenschaft und wird mich unterstützen. Vor rund sechs Monaten hatte ich erste Überlegungen, in den elterlichen Betrieb einzusteigen“, erklärt Bürger, warum im Shop auch Edelbrände, Kräutertinkturen oder Ansatzliköre – allesamt aus Früchten der Umgebung – erhältlich sind.

Liebe zum Lokal

Apropos Shop: auch zum Geschäftslokal selbst – in guter Lage vis-à-vis vom Schloss – hat die Unternehmerin eine enge Bindung. Denn ihre Mutter und Großeltern haben bis vor rund vier Jahrzehnten ebendort gewohnt und burgenländische Produkte von geflochtenen Körben bis Tonwaren verkauft. „Meine Kindheit hat mich eingeholt! Zu Sabbatical-Beginn war es noch der Plan, von zu Hause zu arbeiten, doch ich habe sofort wieder Liebe zu diesem Haus entwickelt und fühlte mich diesem Standort verpflichtet“, so Bürger über das denkmalgeschützte Gebäude, das einer umfassenden Sanierung unterzogen werden musste.

Gemeinsamer Nenner

Neben den Waren aus der eigenen Produktion werden auch Erzeugnisse regionaler Weinbauern, eines Imkers und eines Fruchtproduzenten in der Esterházystraße erhältlich sein. Und so verschieden diese auch sein mögen, Bürger hat einen gemeinsam Nenner gefunden. „Egal ob ein regionaler Geschenkskorb oder eine DVD voller Kindheitserinnerungen – alle Angebote eignen sich hervorragend als Geschenke“, freut sie sich, die Eröffnung noch vor den Weihnachtsfeiertagen gefeiert zu haben.

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