13.09.2016, 13:42 Uhr

A3-Lärmbelastung in Großhöflein: "Lärmschutz wird kommen, möglicherweise aber erst 2018"

Die Bürgerinitiative Großhöflein veranstaltete am 29. August einen Protestmarsch zur Landesregierung. Dieser könnte vielleicht schon bald Wirkung zeigen. (Foto: Bürgerinitiative Großhöflein)
GROßHÖFLEIN. Bereits seit längerer Zeit fordern die Bürgerinitiative Großhöflein sowie das Bündnis Liste Burgenland (LBL) einen Lärmschutz an der A3 Autobahn in Großhöflein. Erst Ende August fand diesbezüglich ein Protestmarsch vor der burgenländischen Landesregierung in Eisenstadt statt. Da die Zuständigkeit aber nicht in jene der Marktgemeinde fällt, muss das Land tätig werden. Baulandesrat Helmut Bieler habe seine vollste Unterstützung bereits zugesagt, auch Landeshauptmann Niessl werde "Gespräche führen", um Großhöfleins Bevölkerung künftig vor dem Autobahnlärm zu bewahren. Laut Bürgermeister Heinz Heidenreich wird auch ein Lärmschutz kommen – möglicherweise aber erst 2018.

"Alle Hebel in Bewegung setzen"

"Wir versuchen nun alle möglichen Hebel in Bewegung zu setzen", sagt Großhöfleins Bürgermeister Heinz Heidenreich. Dabei sei der Bürgerinitiative Großhöflein ein Lärmschutz zugesichert worden: "Aber möglicherweise wird dieser erst 2018 kommen." Der Grund: "Man muss die Zuständigkeit beachten, als Gemeinde haben wir hier keinen Zugriff."

Zuständigkeit ist dreigeteilt

Stimmt. Denn die angesprochene Zuständigkeit ist zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, dem Land sowie der ASFINAG quasi dreigeteilt. "Straßenbaulandesrat Helmut Bieler hat seine vollste Unterstützung bereits zugesichert und will in dem Bereich, wo das Land zuständig ist, schnell Maßnahmen einleiten, um die Lärmbelastung zu reduzieren", erklärt Heidenreich. Zudem werde sich LH Hans Niessl Ende September mit Jörg Leichtfried, dem Bundesminister für Verkehr, treffen, um eine Lösung zu finden. "Der Lärmschutz an der A3 wird bei diesem Treffen auch Thema sein."

Lärm gefährdet Gesundheit

Doch wie schnell könnten entsprechende Maßnahmen überhaupt umgesetzt werden? Schließlich sei die Lärmbelastung in einzelnen Wohngebieten in Großhöflein laut der Bürgerinitiative und LBL teilweise gesundheitsgefährdend – ein bereits im Vorjahr vom Land in Auftrag gegebenes Gutachten bestätigt dies. Auch die Nachtruhe sei nicht mehr gewährleistet. Selbst im Orstzentrum könne man im Sommer nicht mehr bei offenem Fenster schlafen, meint Andreas Kollwentz, der Sprecher der Bürgerinitiative.

Schnelle Hilfe gefragt

Ein erster und vor allem schneller Schritt in Richtung Lärmentlastung könnten laut der Bürgerinitiative Großhöflein Geschwindigkeitsbegrenzungen und ein geräuscharmer Asphalt sein. Auch die LBL würde dies begrüßen. Denn dies seien Maßnahmen, die schnell umzusetzen wären. Ob und wie schnell derartige Maßnahmen umgesetzt werden, wird sich laut Ortschef Heidenreich nach dem Gespräch von LH Niessl mit BM Leichtfried zeigen. "Danach wissen wir mehr."
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