30.01.2018, 13:40 Uhr

Bahnschleife Eisenstadt: Grüne fordern "Schluss mit Polit Hick-Hack"

Die Grünen halten eine zügige und direkte Verbindung nach Wien für wichtig – aber nicht um jeden Preis. Vor allem Wulkaprodersdorf müsse in die Entscheidungen rund um die Bahnschleife miteinbezogen werden.

Die Grünen orten "zu wenig Bezug zur Realität der Pendler" bei der Debatte rund um die geplante Bahnschleife

EISENSTADT/WULKAPRODERSDORF (ft). Regina Petrik von den Grünen äußerte sich am Dienstag zur Causa "Bahnschleife Eisenstadt". Vordringliches Ziel müsse ein ökologisch verträgliches sowie wirtschaftlich durchdachtes Angebot für die Pendler sein, meint die Landessprecherin der Grünen in einer Aussendung. 

"Zügig und direkt"

"Als Bahnfahrerin habe ich den Eindruck, dass es einigen Politikern mehr darum geht, wer einen Vorschlag gemacht hat, als wem die Umsetzung wirklich nutzen würde." Wichtig sei eine zügige direkte Bahnverbindung nach Wien. "Dazu ist es notwednig, dass endlich die Stehzeit in Ebenfurth wegkommt. Dort bleiben die Minuten auf der Strecke liegen." 

"Wulkaprodersdorf einbeziehen"

Auch die Bevölkerung von Wulkaprodersdorf müsse man vor jeder Entscheidung zur Bahnschleife miteinbeziehen. "Die Menschen in Wulkaprodersdorf leiden ohnehin schon sehr unter der derzeitigen Verkehrssituation. Die Lärm- und Feinstaubbelastung durch die B50, die B16, den A3-Zubringer und die Bahntrasse sind evident. Die vorliegende ÖBB-Variante der Bahn-Schleife würde die Situation weiter verschärfen", meint Petrik und befürwortet eine „kleine Schleife“ zu legen, die zudem kostengünstiger sei.
"Das Wichtigste für die Bahnfahrenden wären allerdings häufigere Verbindungen nach Wien. Wenn verlässlich jede halbe Stunde ein Zug nach Wien fährt, hält man ein paar Minuten längere Fahrzeit auch aus."
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