06.02.2018, 10:40 Uhr

Eisenstadt will rauchfreie Lokale

Eisenstadts Lokale sollen mit Hilfe von drei Anreizen rauchfrei werden.

Anreiz für Gastronomen soll Werbung im Amtsblatt, ein Aufkleber sowie die Verlosung von Gutscheinen über Facebook sein

EISENSTADT (ft). Die Landeshauptstadt hat am Dienstagvormittag eine Nichtraucher-Kampagne für die städtische Gastronomie vorgestellt. Damit soll Eisenstadt "freiwillig rauchfrei werden", sagt Ortschef Steiner. Alle Gastronomen der Stadt seien eingeladen, ihren Gästen ein Nichtraucherlokal anzubieten – auf freiwilliger Basis. 

Drei Anreize

Um der Freiwilligkeit ein wenig unter die Arme zu greifen, setzt die Initiative auf drei Anreize: Information, Bewerbung und Gewinnspiele. Rauchfreie Lokale erhalten einen Aufkleber als "sichtbares Zeichen" für ihre Gäste. Dazu sollen in jeder Ausgabe des Amtsblattes Lokale, die freiwillig rauchfrei sind, mit Öffnungszeiten und Logo beworben werden. Zusätzlich werde ab kommenden Montag im Zuge einer Facebook-Kampagne wöchentlich ein 50 Euro-Gutschein für ein rauchfreies Lokal verlost. 

17 von 80 Lokalen dabei

"Wir haben in Eisenstadt rund 80 Gewerbetreibende. 17 davon haben sich der Aktion bereits angeschlossen", sagt Steiner. Man sehe die Initiative als wichtige gesundheitspolitische Maßnahme an, "die hoffentlich viele Nachahmer findet". Das hofft auch Gemeinderat Werner Klikovits, der selbst das Rauchen vor über einem Jahr aufgegeben hat: "Rauchfreie Lokale sind nicht nur wirksame Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer und Gäste, sondern tragen auch zur Reduktion des Zigarettenkonsums bei."

Ärztin unterstützt Aktion

Begleitet wird die Aktion von Dr. Claudia Simon aus Kleinhöflein, die in Gast-Kolumnen im Amtsblatt über die Auswirkungen des Rauchens berichten werde. Geplant ist die Aktion "Freiwillig rauchfrei in Eisenstadt" vorerst bis Ende 2018. "Wir wollen rauchfreie Lokale bewerben und gleichzeitig andere Lokale dazu animieren, auch rauchfrei zu werden."

Faktor Online-Petition

Ob die Aktion 2019 fortgesetzt wird, hänge einerseits von der Erreichung der genannten Ziele ab, und andererseits, von den Aktivitäten in der Bundesregierung. Auch die sich im Umlauf befindliche Online-Petition "Wir fordern ÖVP und FPÖ auf: Das Nichtrauchergesetz muss bleiben" von der Österreichischen Krebshilfe werde wohl eine Rolle spielen. Steiner sei sich sicher, dass diese große Zustimmung erhalten werde. Am Dienstagvormittag zählte die Online-Petition 463.406 Unterstützende. Einer davon ist Erich Ruckendorfer vom Eisenstädter Restaurant Ruckendorfer: "Ich habe wegen der Gesundheit unterschrieben." Für das Sammelziel von 500.000 Unterstützenden bleiben noch fünf Tage Zeit. 
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