24.01.2018, 14:48 Uhr

Ermittlungen zum Großbrand bei Hackl abgeschlossen – Brandursache trotzdem unklar

Über 800 Feuerwehrmitglieder waren im Oktober ein ganzes Wochenende lang mit der Bekämpfung des Großbrandes beschäftigt. Warum das Feuer damals ausgebrochen ist, ist nach wie vor unklar. (Foto: BFKDO-EU)

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen nach drei Monaten eingestellt und konnte die Brandursache nicht eindeutig klären. Firmenchef Hackl habe mit diesem Ergebnis gerechnet

EISENSTADT/WULKAPRODERSDORF (ft). Nach dem Großbrand am Gelände der Wulkaprodersdorfer Entsorgungsfirma Hackl im Oktober 2017 hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen nun nach drei Monaten eingestellt. Dies bestätigte eine Sprecherin den Bezirksblättern. Die Brandursache sei aber nach wie vor unklar.

Drei mögliche Ursachen

Man habe die Brandursache trotz genauer technischer Überprüfungen nicht eindeutig klären können, heißt es von der Staatsanwaltschaft. "Es gibt drei mögliche Ursachen: Selbstentzündung, Fahrlässigkeit oder Brandstiftung." Da man jedoch keine der drei Optionen eindeutig nachweisen habe können, sind die Ermittlungen nun abgeschlossen.
Der Endbericht der Staatsanwaltschaft werde nun Firmenchef Oswald Hackl zugestellt. Dadurch könne nun auch Geld von der Versicherung fließen. Der durch den Großbrand entstandene Schaden soll sich auf rund 6,5 Millionen Euro belaufen.

"Haben damit gerechnet"

Innerhalb der Firma Hackl zeigt man sich vom Ergebnis der Ermittlungen nicht überrascht: "Wir haben nach den letzten Wochen mit einem Ergebnis in dieser Art gerechnet", erklärt Firmenchef Oswald Hackl den Bezirksblättern. Enttäuscht darüber sei er aber nicht. "Ich bin wenn dann enttäuscht, dass es überhaupt zu diesem Brand gekommen ist." Seine Entsorgungsfirma sei momentan nur zur Hälfte in Betrieb. "Wir rechnen damit, dass wir im September oder Oktober wieder in Vollbetrieb sein können."
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