08.11.2016, 20:09 Uhr

Grenzverkehr in St. Margarethen: FPÖ-Bezirksparteiobmann Molnár setzt bei temporärer Schließung des Grenzübergangs auf Unterstützung der Landes-SPÖ

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Geht es nach den St. Margarethener Ortsgruppen der SPÖ und FPÖ, so sollen ungarische Pendler dieses Ortsschild nur mehr temporär passieren dürfen.
ST. MARGARETHEN (ft). Nachdem die SPÖ-Ortsgruppe St. Margarethen eine temporäre Schließung des örtlichen Grenzübergangs aufgrund des zunehmenden Verkehrs forderte (die BEZIRKSBLÄTTER berichteten), meldete sich nun auch die FPÖ in Person von Ortsgruppenobmann Heinz Raschl sowie Bezirksparteiobmann Géza Molnár zu Wort: Letzterer halte eine temporäre Sperre der Grenze für möglich. Und setze dabei auf Unterstützung der Landes-SPÖ, wie aus einer Aussendung der FPÖ hervorgeht.

FPÖ hofft auf Schulterschluss

Vor wenigen Wochen forderte St. Margarethens Vizebürgermeister Franz Schneider von der SPÖ regen Aktivismus in der Causa Grenzverkehr. FPÖ-Ortsgruppenobmann Heinz Raschl reagiert darauf grundsätzlich positiv, hat aber auch etwas auszusetzen: „Wir laufen bereits seit Jahren Sturm gegen die Verkehrsentwicklung und fordern wirksame Maßnahmen für die Bevölkerung – bisher allein auf weiter Flur. So schön es ist, dass uns die SPÖ jetzt unterstützt, so schade ist es um die verlorenen Jahre. Ich hoffe, dass es Vbgm. Schneider nun ernst meint und ein Schulterschluss möglich ist.“


"Machen seit Jahren Druck"

Und Raschl zeigt sich auch optimistisch, zumal er bereits erste Erfolge im Gemeinderat – wo er seit 2012 sitzt – feiern habe können: „Egal ob es um den Schwerverkehr, den ‚kleinen‘ Grenzverkehr, einen Begleitweg zur L210, Ampeln oder sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgänger geht: Wir machen hier seit Jahren Druck und haben, wie auch die neuesten Ampelanlagen zeigen, durchaus schon Erfolg gehabt.“

"Enorme Belastung"

Zusehends verschärft werde die Verkehrssituation in St. Margarethen nun durch den Grenzübergang. "Was sich hier speziell zu den Stoßzeiten abspielt, spottet jeder Beschreibung und ist eine enorme Belastung für die Bevölkerung. Ich hoffe, dass es jetzt in dieser Frage endlich zu einem Schulterschluss in St. Margarethen und zwischen allen Parteien kommt“, so Raschl.


"Schließung rechtlich schwierig, aber..."

Unterstützung erhält die FPÖ-Ortsgruppe St. Margarethen naturgemäß von ihrem Bezirksparteiobmann Géza Molnár. Er habe zuletzt in der Landtagssitzung vom 20. Oktober „größere Kraftanstrengungen“ in Bezug auf den zunehmenden Verkehr in St. Margarethen eingefordert. Molnár erinnert zudem an den Landtagswahlkampf des Vorjahres – und freut sich: „Wir haben das Thema im Wahlkampf groß getrommelt. Es ist erfreulich, dass jetzt mit etwas Verzögerung auch andere Parteien erkennen, wie notwendig Maßnahmen zum Schutz der Anrainer sind." Eine temporäre Schließung des Grenzüberganges möge rechtlich schwierig sein, "aber wir setzen auch auf Landesebene auf die Unterstützung der SPÖ.“
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