23.01.2018, 10:24 Uhr

Jahresthema: Eisenstadt denkt nachhaltig

Eisenstadt: Landeshauptstadt |

„Eisenstadt denkt nachhaltig“ – unter dieses Motto stellt die burgenländische Landeshauptstadt das Jahr 2018. Das Jahresthema ist die Dachmarke für Projekte und Initiativen des laufenden Jahres und stellt den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen in den Vordergrund.

Grundsätzlich fußt eine nachhaltige Entwicklung auf drei Säulen: der ökologischen, der wirtschaftlichen und der sozialen Nachhaltigkeit. Im Bereich kommunaler Nachhaltigkeitsprojekte stehen der Erhalt und die Verbesserung der urbanen Lebens- und Umweltqualität im Mittelpunkt. „Wir haben in vielen Bereichen Projekte laufen, die der Nachhaltigkeit dienen und wollen diese auch dementsprechend unter einer Dachmarke vereinen. Dazu zähle ich sowohl bereits etablierte Institutionen wie den Stadtbus, als auch das heuer startende Projekte ‚Urban Gardening‘“ erläutert Bürgermeister Thomas Steiner.

Durch das Jahresthema „Eisenstadt denkt nachhaltig“ sollen all diese Maßnahmen gebündelt und der Bevölkerung das breite Spektrum ins Bewusstsein gerückt werden. Die Stadt will hier als Vorreiter agieren und zu einer nachhaltigen Lebensweise animieren.

Nachhaltige Stadtentwicklung

Mit der Erstellung des Stadtentwicklungsplanes „Eisenstadt 2030“ hat die Stadt hier einen Meilenstein gesetzt. Unter massiver Einbeziehung der Bevölkerung wurde mit Experten ein Konzept entwickelt, in dem alle künftigen Maßnahmen der Stadtentwicklung aufeinander abgestimmt sind.

Einen wichtigen Stellenwert im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung nimmt die Mobilität ein. Das Netz des Stadtbusses wird im März um neue Haltestellen ergänzt und Ende des Jahres startet die neue vierte Linie. „Diese wird gegenläufig zu den bestehenden Routen geführt und wird so einen großen Beitrag zur Mobilität liefern“, ist Bürgermeister Thomas Steiner überzeugt.

Sowohl der STEP als auch das Fachkonzept Mobilität sowie der Etappenplan für Barrierefreiheit und Inklusion liefern insgesamt einen großen Leitfaden für weiterführende Entwicklung der burgenländischen Landeshauptstadt. „Künftige Siedlungsentwicklungen und Bauprojekte müssen die Vorgaben der Stadt einhalten und so einen nachhaltigen Beitrag zur Stadtentwicklung tragen“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

Soziale Nachhaltigkeit

Soziale Nachhaltigkeit beschreibt die bewusste Organisation von sozialen und kulturellen Systemen. Eisenstadt legt 2018 einen Schwerpunkt auf mehr Rücksichtnahme und ein besseres Miteinander. Ein ganz konkrete Maßnahme startet bereits Ende Jänner: „Gemeinsam mit der Polizei werden wir an drei Tagen darüber informieren, wie man sich als Verkehrsteilnehmer in der Fußgängerzone verhält, wann und zu welchen Anlass die Fußgängerzone mit dem Auto befahren werden darf, wie man sich als Radfahrer verhält und was zu beachten ist“, berichtet Umweltgemeinderat Gerald Hicke.

Am 30. und 31. Jänner sowie am 2. Feber werden Mitarbeiter der Stadt und die Polizei an den Einfahrten der Fußgängerzone im Sinne eines besseren Miteinanders über diese Verhaltensregeln informieren.

Ökologische Nachhaltigkeit

Ökologische Nachhaltigkeit beschreibt den weitsichtigen und rücksichtsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Umwelt. In diesem Bereich kann Eisenstadt bereits eine Reihe von bestehenden Initiativen aufweisen. „Hierzu zählen wir den Stadtbus, der im ersten Betriebsjahr ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz war. Georg, Martin und Vitus beförderten rund 262.000 Menschen und trugen zu einer CO2-Ersparnis von rund 50 Tonnen bei sowie einer Reduktion von 350.000 PKW-Kilometern“, zeigt Umweltgemeinderat Gerald Hicke auf.

Bürgermeister Thomas Steiner ergänzt: „Mit der Fortsetzung des Aktion ‚Blumenwiese‘ und dem neuen Projekt ‚Urban Gardening‘ werden hier weitere Akzente gesetzt. Das Interesse an eigenen kleinen Gartenflächen ist sehr groß und wir können bereits Ende Feber mit der ersten Infoveranstaltung und der Verteilung der Parzellen starten.“

Dachmarke: Eisenstadt denkt nachhaltig

Das Thema Nachhaltigkeit deckt eine Vielzahl von Themen, Bereichen und Initiativen ab. Diese werden im heurigen Jahr unter der Dachmarke des Jahresthemas kommuniziert und beworben werden. Eisenstadt hat diesen Bereichen schon zahlreiche Aktionen und Projekte umgesetzt und weitere werden im Laufe des Jahres noch folgen.
Die Nachhaltigkeit soll auch durch den Gemeinderat in der burgenländischen Landeshauptstadt verankert werden – ein entsprechender Antrag wird in der kommenden Sitzung des Gemeinderats eingebracht und diskutiert. „Auch die Bundesregierung hat sich durch den Österreichischen Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung dem Thema verschrieben, was wir natürlich sehr begrüßen und gerne weiter- und mittragen“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner.

In der Stadt wurde beim Beschaffungswesen bereits ein Paradigmenwechsel vom Billigst- zum Bestbieterprinzip vollzogen. Im Jahr 2016 beispielsweise wurden 50 Prozent aller Aufträge der Stadt an Unternehmen aus Eisenstadt vergeben, 65 Prozent an Unternehmen aus der näheren Umgebung. Die Wertschöpfung bleibt somit großteils in der Stadt beziehungsweise in der Region.

„Uns geht es hier in erster Linie auch um die Bewusstseinsbildung der Bevölkerung. Die Stadt will hier durch die Vorbildwirkung die Eisenstädterinnen und Eisenstädter von einer nachhaltigen Lebensweise überzeugen und Anreize setzen“, so Bürgermeister Thomas Steiner abschließend.
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