28.06.2016, 13:25 Uhr

Registrierkassenpflicht: Auflockerungen freut Vereine und Politik

Die Auflockerungen rund um die Registrierkassenpflicht bringt Freude hervor (Foto: Tim Reckmann/pixelio.de)
BEZIRK. Bereits vor ihrer Einführung am 1.1.2016 war die Registrierkassenpflicht in weiten Teilen der Bevölkerung höchst umstritten – diesbezüglich hat sich bis heute auch nicht viel geändert. Nun hat der Ministerrat am 21. Juni Erleichterungen für gemeinnützige Vereine und kleine Betriebe beschlossen. Das freut neben Feuerwehren und Sportvereinen auch die Politik.

72 statt 48 Stunden

Mit der Auflockerung der Registrierkassenpflicht unterliegen Feste von Vereinen wie Körperschaften nun bis zu einem Ausmaß von 72 Stunden pro Jahr einer steuerlichen Begünstigung. Bisher galt die Begünstigung lediglich für Feste im Ausmaß von 48 Stunden pro Jahr. Auch Kantinen von Vereinen sind künftig von der Pflicht zur Registrierkasse ausgenommen, wenn ihre Öffnungszeiten maximal 52 Tage im Jahr nicht überschreiten und der Umsatz unter 30.000 Euro bleibt. Vor allem Fußballvereine profitieren von dieser Änderung.

"Können flexibler handeln"

"Das ist auf jeden Fall eine Erleichterung", sagt Günter Welz, sportlicher Leiter des SV St. Margarethen, der sich die Änderungen noch im Detail ansehen muss. Eines steht aber definitiv fest: "Wir haben nun mit 72 Stunden viel mehr Spielraum und können bezüglich Sautanz und Sportfest flexibler handeln."

"Begrüße die Auflockerung"

Auch an der Spitze der Bezirks-Feuerwehren ist Erleichterung zu vernehmen. "Ich begrüße die Auflockerung. Es ist jetzt schon leichter", zeigt sich Bezirksfeuerwehrkommandant Bernhard Strassner zufrieden. Ob es nun wieder mehr Feuehrfeste in den Gemeinden geben wird, könne er jetzt aber noch nicht sagen.

"Gute Lösung"

Robert Hergovich, Klubobmann der SPÖ, betrachtet die Änderungen als "eine gute Lösung". Sowohl für kleinere Partei-Feste, als auch für Vereine und Gastronomen. "Bei Veranstaltungen gibt es jetzt weniger Probleme und bei kleinen Vereinsfesten wird das Angebot von Gastronomen nicht mehr dem Verein zugerechnet. Damit geht die steuerliche Begünstigung des Vereins nicht verloren. Das ist eine Win-Win-Situation."
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