19.05.2017, 09:56 Uhr

Rückenfibel für Kindergärten und Volksschulen

Eisenstadt: Landeshauptstadt |

Wer kennt sie nicht – die lästigen Rückenschmerzen. Oft treten diese schon im Kindesalter auf. Die Ursache dafür sind meistens chronische Fehlbelastungen. Dabei würde schon ein Training von fünf Minuten pro Tag ausreichen, um den Rücken fit und gesund zu halten und man beginnt damit am besten im Kindesalter.

Die Stadt Eisenstadt hat daher im Rahmen der Kampagne „Eisenstadt tut mir gut“ eine Rückenfibel speziell für Kinder konzipiert, die ab sofort in den Kindergärten zum Einsatz kommt. Auch den drei städtischen Volksschulen wurden Exemplare zur Verfügung gestellt.

Die in der Fibel enthaltenen Übungen wurden vom Eisenstädter Orthopäden Dr. Ramin Ilbeygui und seiner Frau, der Fitnesstrainerin und Heilmasseurin Ildiko Ilbeygui, zusammengestellt. Die Übungen sind kindgerecht dargestellt und regen mit einem kleinen Gedicht zum Mitmachen an.

„Die Wirbelsäule bildet den Grundstein für all unsere Bewegungen. Es ist daher ganz besonders wichtig, den Rücken schon in jungen Jahren richtig und gesund heranwachsen zu lassen. In dieser Rückenfibel wollen wir den Kindern und vor allem auch den Pädagoginnen eine kleine Anleitung in die Hand geben, um altersgerecht einige Übungen zur Stärkung und Stabilisierung der Wirbelsäule machen zu können“, erklärt Bürgermeister Thomas Steiner, dem die Gesundheitsförderung in den Kindergärten und Volksschulen ein großes Anliegen ist.

Dr. Ramin Ilbeygui weiß: „Der Bewegungsapparat gehört zu den störungsanfälligsten Organsystemen unseres Körpers. Die Ursache für die Häufigkeit dieser Beschwerden darf jedoch nicht primär in akuten Verletzungen gesucht werden. Vielmehr sind chronische Fehlbelastungen Auslöser dieser Beschwerden.“

Viele Untersuchungen und Befragungen zeigen den Beginn dieser Symptomatik bereits im Kindes- und Jugendalter. Vermehrt sitzende Tätigkeiten, auch sitzende Freizeitgestaltungen und zu häufige Handy-Nutzung führen zu muskulären Veränderungen im Sinne von Verkürzungen und Abschwächungen.

Dr. Ramin Ilbeygui und seine Frau Ildiko sind sehr stark im vorbeugenden Bereich tätig. In ihrer Praxis bemerken sie eine immer größer werdende Anzahl von kindlichen Beschwerden am Bewegungsapparat. „Es ist uns deswegen ein besonderes Bedürfnis hier bereits in der Primärprävention Aktionen zu setzen. Diese Initiative der Stadt könnte hierbei beispielgebend für die Zukunft werden. Es freut uns sehr, Teil dieses Projektes zu sein. Wir haben dieses Projekt daher auch mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt und werden es auch weiterhin begleiten“, so die beiden Experten unisono.

„Wir wollen unsere Kinder schon in jungen Jahren dafür sensibilisieren, dass es wichtig ist, auf die eigene Gesundheit zu achten, damit dies später für sie eine Selbstverständlichkeit wird“, erklärt Bürgermeister Steiner den Präventionsgedanken des Projektes.
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