11.04.2017, 11:36 Uhr

Skulpturen umgeworfen: Künstlerin Heidi Tschank kämpft mit Vandalen

Heidi Tschank und der Steinmetz Josef Mayer bei der Skulptur, die durch das Umwerfen abgebrochen ist.
STOTZING (ft). Die Kunst der Stotzinger Bildhauerin Heidi Tschank lädt den Betrachter zum Berühren ein. Bisher unbekannte Täter haben das mit dem "Berühren" aber offenbar falsch verstanden, denn am Samstagmorgen vergangener Woche bot sich der Künstlerin ein bereits bekanntes Bild: Vor ihrem Haus in Stotzing lag eine ihrer Skulpturen umgeworfen in der Wiese.

"Fast jedes Jahr"

Und zwar zum wiederholten Male: "2009 wurde das erste Mal eine meiner Skulpturen umgeworfen. Seitdem passiert das fast jedes Jahr. Als ich einmal über Nacht in Salzburg war und am nächsten Tag zurückgekommen bin, lagen gleich drei Skulpturen am Boden", erzählt Tschank in einem Gespräch mit den Bezirksblättern.

"Müssen mindestens zwei Täter sein"

Dass die Kunstwerke nicht von alleine umfallen können und daher bewusst umgeworfen werden müssen, beweist eine Verankerung: "Die Skulpturen sind alle mit einem 15 cm langen Dorn gesichert", erklärt der Steinmetz Josef Mayer, der gerade damit beschäftigt ist, die in der Vorwoche umgeworfene und dadurch zerbrochene Skulptur wieder aufzustellen. "Es müssen also mindestens zwei Täter gewesen sein, außer es war eine Art Schwarzenegger-Typ", meint Tschank.
Auch Mayer ist sich sicher: "Einer alleine schafft das nicht."

"Ich weiß nicht, warum"

Die Polizei hat Heidi Tschank bereits informiert. "Diese hat mir auch Möglichkeiten genannt, wie die Täter entlarvt werden könnten." Warum jemand überhaupt auf die Idee kommt, Kunstwerke umzuwerfen, kann sich Tschank nicht erklären: "Ich weiß nicht, warum diejenigen das machen. Ich bin mit niemanden verfeindet oder sonstiges, habe aber einen Verdacht."

Wirtschaftlicher Schaden

Neben der Ungewissheit über die Täter sowie den nächsten Vandalenakt, hat Tschank auch mit einem wirtschaftlichen Schaden zu kämpfen: "Ich muss die Skulpturen immer wieder aufstellen lassen und brauche dazu Fachmänner. Einmal musste ich auch einen Kran für die Wiederaufrichtung bestellen."
Der wirtschaftlich angerichtete Schaden wird letztendlich aber auch die Täter betreffen: "Wenn die erwischt werden, wird es teuer."
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