15.01.2018, 16:18 Uhr

Standesamtsverband: 23 Gemeinden schließen sich zusammen

Eisenstadt: Rathaus |

Seit dem 1. Jänner 2018 hat sich Eisenstadt mit 22 Gemeinden des Bezirks Eisenstadt-Umgebung zu einem Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverband zusammengeschlossen. Mit Ausnahme von Rust und Oggau sind alle Gemeinden des Bezirks Eisenstadt-Umgebung dem Verband beigetreten.

Der Verband hat seinen Sitz im Eisenstädter Rathaus und beurkundet alle innerhalb der Verbandsgemeinden eingetretenen Personenstandsfälle und die Staatsbürgerschaftsevidenz. Ausdrucke und Urkunden können jedoch in allen Verbandsgemeinden abgeholt werden.

Der Vorteil des Verbandes ist die zentrale und rasche Bearbeitung sowie die einheitliche Qualität der Abwicklung der Anliegen von rund 55.000 Bewohnern. Von der so entstehenden Verwaltungsvereinfachung profitieren Mitgliedsgemeinden und Bevölkerung gleichermaßen.

Eisenstadt stellt als Sitzgemeinde sowohl das Verbandsbüro, inklusive Ausstattung Buchhaltung und Verrechnung, als auch das Personal zur Verfügung. Leiterin des Standesamtsverbands ist Ingrid Schwarz, die bisher schon die leitende Standesbeamtin der Landeshauptstadt war. Sie wird von zwei erfahrenen Mitarbeitern unterstützt. Insgesamt sind im Verband 70 Standesbeamte tätig.

Für die Bevölkerung ändert sich nur wenig – wer heiraten will, einen Staatsbürgerschaftsnachweis benötigt oder einen Sterbefall meldet, kommt nach wie vor in sein jeweiliges Gemeindeamt bzw. Rathaus vor Ort und bekommt dort auch alle notwendigen Informationen und Urkunden.

„Die interkommunale Zusammenarbeit im Standesamtsverband ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Verbände dieser Art sind keine Seltenheit und haben sich in ganz Österreich und auch in den anderen Bezirken des Burgenlandes auch bewährt. In enger Absprache mit dem Gemeindebund und dem GVV Burgenland wurden Statuten ausgearbeitet und von den Mitgliedsgemeinden im Rahmen einer Gemeinderatssitzung beschlossen“, weiß Bürgermeister Thomas Steiner zu berichten.

Auch Neufelds Bürgermeister und GVV-Präsidiumsmitglied Michael Lampel sieht viele Vorteile im neuen Standesamtsverband: „Wir sind sehr zufrieden, dass es jetzt auch im Bezirk Eisenstadt-Umgebung zu einem solchen Standesamtsverband gekommen ist, da die Aufgaben in den einzelnen Gemeinden, gerade was die Standesamtstätigkeiten betrifft, immer komplexer werden. Dies kann jetzt zentral und kompetent aus einem Büro gemacht werden und für uns Bürgermeister und die Menschen wichtig, vor Ort ändert sich nichts und der enge Bürgerkontakt bleibt in der Heimatgemeinde aufrecht.“

Martin Radatz, seines Zeichens Bürgermeister von Leithaprodersdorf und Bezirksobmann des Gemeindebunds ergänzt: „Es freut mich, dass es gelungen ist, diesen Verband mit Sitz in Eisenstadt zu gründen. Die Aufgaben in den Gemeinden werden immer umfangreicher und komplexer, die Bediensteten können durch den Verband entlastet werden. Wichtig ist mir, dass das Service für die Bevölkerung unverändert vor Ort bleibt. Man kann weiterhin alle Urkunden im Gemeindeamt ausdrucken. Die Hochzeiten werden weiterhin von den Standesbeamten der Gemeinde abgehalten, d.h. die persönlichen Wünsche können gemeinsam im Vorhinein besprochen werden. Neu wird in unserer Gemeinde, dass auch Trauungen außerhalb des Standesamtes, bei einem entsprechenden würdigen Rahmen, möglich sein werden.“

Rein formal findet morgen die konstituierende Sitzung des Standesamts- und Staatsbürgerschaftsverbandes Eisenstadt & Umgebung im Rathaus Eisenstadt statt. Obmann ist der Bürgermeister der Sitzgemeinde – Mag. Thomas Steiner. Ebenfalls Teil der Verbandsversammlung sind die 22 Bürgermeister der anderen Mitgliedsgemeinden. Auch Oggau hat Interesse am Verband bekundet und wird voraussichtlich im nächsten Jahr beitreten. Den operativen Betrieb hat der Verband bereits am 1. Jänner 2018 aufgenommen.
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