03.11.2016, 13:30 Uhr

Testphase auf einer Kreuzung in Eisenstadt

Das Geradeaus fahren auf dieser Kreuzung wird ab dem 7. November für ein Jahr ermöglicht.
EISENSTADT (ft). Jeder kennt sie, jeder ist sie schon einmal mit dem Auto gefahren: Dort wo sich die St. Rochus-Straße und die Bahnstraße in Eisenstadt kreuzen, herrscht oft Stau. Eisenstadts Stadtpolitik meint zu wissen, warum, und ermöglicht nun das Geradeaus Fahren über die Kreuzung, wenn man von der St. Rochus-Straße kommt, in einer ab dem 7. November beginnenden Testphase.

Worum geht's eigentlich?

Gleich neben der Eisenstädter Volksschule befindet sich die Kreuzung St. Rochus-Straße/Bahnstraße. Diese wird so gut wie in jeder Jahreszeit stark frequentiert. Das stört ein wenig den Verkehrsfluss, wie Eisenstadts Bgm. Steiner (ÖVP) meint: "Ziel der Öffnung ist, den Verkehrsfluss in diesem Bereich besser leiten zu können", wird Steiner in einer Aussendung seines Pressesprechers zitiert.

"Nichts über das Knie brechen"

Überstürzen wolle man mit der Testphase jedoch nichts: "Wir wollen hier nichts über das Knie brechen und uns mittels Verkehrszählungen ganz genau ansehen, ob mit der Öffnung der Kreuzung tatsächlich der Verkehrsfluss verbessert wird." Erste Zählungen fanden bereits im September statt. Die erste Testphase ist vorerst bis November 2017 geplant. Dann sollen erneut Verkehrszählungen durchgeführt werden und die Auswirkungen der Öffnung analysiert werden.
Eine Entscheidung über eine permanente Öffnung der Kreuzung soll frühestens im Spätherbst 2017 fallen.

"Schon vor zehn Jahren gefordert"

Gefordert habe die SPÖ das Geradeaus fahren über die St. Rochus-Straße schon vor zehn Jahren, schreibt Stadträtin Renée Maria Wisak in einer Aussendung. "Die vielen Gespräche mit den Eisenstädterinnen und Eisenstädtern zeigen schon seit Jahren deutlich, dass sie bei der Volksschulkreuzung auch geradeaus fahren wollen", wird Vzbgm. Günter Kovacs zitiert. Steiner habe die SPÖ-Forderung aber immer ignoriert. "Es ist traurig, dass aufgrund der langsamen Reaktionszeit der ÖVP wichtige Anliegen der Bürgerinnen und Bürger erst nach vielen Jahren umgesetzt werden können. Man kann sich nur wundern, was kurz vor der Gemeinderatswahl plötzlich alles möglich wird", so Kovacs.

FPÖ wartet ab

FPÖ-Stadtparteiobmann Géza Molnár kann "gegen eine Testphase nicht wirklich viel sagen", sagt aber trotzdem etwas: "Die Anrainer werden wenig Freude haben. Ob sich diese Maßnahme bewährt, wird sich zeigen. Gerade zu den Stoßzeiten könnte es doch zu Stauentwicklungen kommen, etwa bis in die Ödenburgerstraße oder auch vor der Einmündung in die Rusterstraße."
Generell solle die Innenstadt für jene, die in der Innenstadt wohnen, arbeiten oder etwas zu erledigen haben so einfach wie möglich erreichbar sein.
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