08.11.2016, 11:13 Uhr

Verein "Hilfe im eigenen Land" unterstützt 18-jährigen Müllendorfer mit Behinderung mit 10.000 Euro

Eine großzügige Unterstützung von „Hilfe im eigenen Land“ wurde gestern von LAbg. Michaela Resetar und Landesleiterin NR a.D. Edeltraud Lentsch an Jakob Schriefl aus Müllendorf überreicht. (Foto: ÖVP Burgenland)
MÜLLENDORF. Im Alter von zwei Jahren wurde beim mittlerweile 18-jährigen Müllendorfer Jakob Schriefl die Muskelkrankheit "Spinale Muskelatrophie" diagnostiziert. Jakobs Muskeln können sich aufgrund der Krankheit nicht normal entwickeln, weshalb er seit seinem fünften Lebensjahr auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Da die Krankheit mit hohen Kosten verbunden ist, unterstützt der Verein "Hilfe im eigenen Land" den Müllendorfer und dessen Familie nun mit 10.000 Euro, wie die Presseabteilung der ÖVP Burgenland in einer Aussendung bekannt gab.

Spezielles Haus und Auto nötig

Die Familie Schriefl nimmt aufgrund der Behinderung ihres Sohnes extreme Kosten auf sich: Neben einer komplizierten Wirbelsäulenoperation sowie einem speziellen Rollstuhl musste die Familie ihr neu errichtetes Haus zur Gänze barrierefrei umbauen. Auch ein entsprechend adaptiertes Auto musste angeschafft werden, damit ein Transport im Rollstuhl jederzeit möglich ist. Zwei kostspielige Therapien im Ausland belasteten das Familienbudget zusätzlich. Um all diese hohen Ausgaben zu stemmen, musste die Familie mehrere hohe Kredite aufnehmen.

Außerordentlicher Schüler

Glücklicherweise beschränkt sich Jakob Schriefls Behinderung auf körperliche Symptome: Jakob ist ein außerordentlich guter Schüler, schreibt unentgeltlich für mehrere Magazine, setzt sich in einigen Vereinen ehrenamtlich für das Gemeinwohl ein und genießt größten Respekt in seinem sozialen Umfeld.

Möglichst selbständiges Leben

Seine Eltern sind seit jeher darauf bedacht, Jakob ein möglichst selbständiges Leben zu ermöglichen. Daher wird im Hause Schriefl auch großer Wert auf die Bildung und Förderung von Jakob gelegt: Er maturiert 2017 an der HAK Mattersburg und ist fest entschlossen, danach ein Studium zu beginnen. Politik und Wirtschaft interessieren ihn besonders. Allerdings: "Wenn man als Mensch mit Behinderung studieren möchte, muss man mit weit höheren Ausgaben rechnen, als ohne Behinderung", weiß Jakob. Zusätzliche Kosten für eine unbedingt notwendige, persönliche Assistenz, für Hilfsmittel sowie für den Transport würden anfallen.

Um die Familie Schriefl und Jakob zu unterstützen, wurde ein Spendekonto (AT11 2011 1829 3188 8400) eingerichtet.
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