14.06.2017, 10:34 Uhr

Verkehrssicherheitsaktion "Helm auf ihr Helden!" in Eisenstadt, Rust und Mörbisch

Um Unfällen mit schweren Kopfverletzungen beim Radfahren künftig möglichst vorzubeugen, startete das Kuratorium für Verkehrssicherheit die Straßenaktion „Helm auf ihr Helden!“. (Foto: KFV)
EISENSTADT/RUST/MÖRBISCH. In Eisenstadt, Rust und Mörbisch wurde am Dienstag und Mittwoch mit der Aktion "Helm auf ihr Helden!" auf das Tragen von Helmen beim Radfahren aufmerksam gemacht. Ins Leben gerufen wurde die Initiative vom Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).

Astronautenkostüm

Ausgestattet mit Astronautenkostümen sowie Aktionstafeln wiesen die KFV-Mitarbeiter die Radfahrer auf humorvolle Weise auf die Notwendigkeit eines Helmes hin – seit der Einführung der Radhelmpflicht für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr im Jahr 2011 ist das Tragen eines Schutzhelmes für den Radfahrernachwuchs fast selbstverständlich. Großen Aufholbedarf gebe es hingegen bei Jugendlichen und Erwachsenen, so das KFV.

Kopfverletzung bei jeden achten Unfall


„Etwa jeder achte Radunfall (12 Prozent) hat eine Kopfverletzung, die im Krankenhaus behandelt werden muss, zur Folge“, erläutert Dr. Othmar Thann, Direktor des KFV. Mit einer Radhelmquote von nur 37 Prozent im Burgenland herrsche dringender Aufholbedarf. „Bei der Auswahl der Standorte der Astronauten war es uns wichtig, vor allem jene Plätze in Eisenstadt, Rust und Mörbisch zu berücksichtigen, die bei Radfahrern besonders beliebt sind, um möglichst viele mit unserem Appell an die Vernunft zu erreichen,“ erklärt DI Sabine Kaulich vom KFV.

Vorbild Skipiste

Ziel des KFV sei es, nachhaltig die Anzahl der Kopfverletzungen bei Fahrradstürzen zu reduzieren. "Dafür muss der Fahrradhelm im Straßenverkehr so selbstverständlich werden, wie es der Skihelm auf der Piste bereits ist“, so Kaulich.
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