20.06.2017, 11:05 Uhr

Alltagsbegleiter als neue Betreuungsform gefordert

Die Volkspartei Burgenland fordert den Alltagsbegleiter für Senioren, denn mit zunehmendem Alter steigt auch der Bedarf an Unterstützung bei alltäglichen Erledigungen. Ziel ist, ältere Menschen länger zuhause zu betreuen und sie durch geschulte Alltagsbegleiter bei Einkäufen, Behördenwege, Arztbesuche und mehr zu begleiten.

„Der Alltagsbegleiter soll als Ergänzung zu den Pflege- und Betreuungsdiensten stundenweise oder nach Bedarf genutzt werden und ist somit auch eine Unterstützung und Entlastung für pflegende und betreuende Angehörige“, so Landesparteiobmann Thomas Steiner. Das Burgenland sollte sofort mit diesem neuen Ausbildungszweig starten. „Es ist gerade für die Arbeitslosen über 50 Jahren und Langzeitarbeitslose eine Möglichkeit, einen neuen Berufsweg einzuschlagen. Denn in einigen Jahren steigt in Österreich der Anteil der Pflegebedürftigen auf knapp 800.000 Personen.“

Das Angebot im Sozialbereich kann mit der Ausbildung zum Alltagsbegleiter noch weiter ausgebaut werden. Nach dem Vorbild des Landes Niederösterreich fordert die Volkspartei Burgenland die Regierung auf, die entsprechende Vorsorge zu treffen und den Ausbildungszweig zu starten. „Senioren fühlen sich in ihrem eigenen Zuhause wohl, sie sind in ihrer gewohnten Umgebung und die Selbstständigkeit als auch die Selbstbestimmtheit kann dadurch so lange als möglich erhalten bleiben,“ ist sich Steiner sicher.

Strommer: Landtagsinitiative muss Startschuss sein

„Wir als Volkspartei Burgenland haben das Berufsbild des Alltagsbegleiters als Antrag im Landtag eingebracht. Die Ausbildung zum Alltagsbegleiter ist wichtig für den Arbeitsmarkt. Dabei können zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Voraussetzung für das Berufsbild soll soziales Interesse und die Freude im Umgang mit Menschen sein, dabei spielt das Alter, Geschlecht oder die Vorbildung keine Rolle“, klärt Rudolf Strommer, ÖVP-Seniorensprecher, auf.

Der Alltagsbegleiter wirkt der Vereinsamung entgegen und fördert Senioren in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten. „Wir fordern die Landesregierung auf, in Kooperationen mit den Ausbildungsstätten unseres Landes  das Berufsbild des Alltagsbegleiters zu schaffen“, so Strommer.
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