12.10.2016, 15:51 Uhr

Arbeitsgruppe Barrierefreiheit tagte im Rathaus

Bürgermeister Thomas Steiner traf am Dienstag, dem 11.10.2016 mit Vertretern verschiedener Verbände zusammen, um über den Etappenplan Barrierefreiheit zu sprechen. Von links: Wolfgang Kremser (Verein Blickkontakt), Projektmanagerin Christina Stauner, Mag. Rudolf Halbauer (KOBV), Bmstr. DI Werner Fleischhacker, Andreas Weidenauer (Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs), Bürgermeister Mag. Thomas Steiner und Franz Maldet (KOBV).
Eisenstadt: Rathaus |

Das Thema Barrierefreiheit begleitet die Landeshauptstadt Freistadt Eisenstadt schon seit geraumer Zeit: Gemeinsam mit Reinhard Rodlauer wurde das Projekt „Barrierefreiheit und Inklusion in Eisenstadt“ im Jahr 2014 gestartet. Ende 2016 wird der Etappenplan präsentiert.

Der Etappenplan wird unter tatkräftiger Mithilfe zahlreicher Verbände und Interessensgemeinschaften erstellt, um möglichst viele unterschiedliche Einblicke zu bekommen und einen breitgefächerten Maßnahmenkatalog bieten zu können. Am Dienstag, dem 11. Oktober 2016 trat erneut die Arbeitsgruppe im Rathaus zusammen, um gemeinsam Lösungen zu finden.

Das Thema Barrierefreiheit und Inklusion nimmt in unserer Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert ein. Dabei geht es nicht nur darum, den Zugang zu Gebäuden zu gewährleisten, sondern auch beispielsweise darum, Informationen in leichter Sprache zu verfassen oder Orientierungshilfen für blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderungen zu schaffen oder induktive Höranlagen für gehörlose Menschen oder Menschen mit einer Hörbehinderung.

Aus diesem Grund hat sich Bürgermeister Thomas Steiner entschlossen, einen Etappenplan zur Umsetzung von Barrierefreiheit und Inklusion für die Landeshauptstadt auf den Weg zu bringen. Der Etappenplan „Barrierefreiheit und Inklusion in Eisenstadt“ dient dazu, Barrieren schrittweise abzubauen und die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu ermöglichen. Der Etappenplan kurz vor der Fertigstellung und soll noch vor Jahresende durch den Gemeinderat beschlossen werden.

Neben baulichen Barrieren sollen auch Hindernisse der Kommunikation und Information schrittweise abgebaut werden. Beispielsweise sollen die Homepage der Stadt weiter verbessert und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Magistrats im korrekten Umgang mit Menschen mit Behinderungen geschult werden.

Bürgermeister Thomas Steiner betont: „Dieser Etappenplan soll kein starres Konstrukt sein, sondern vielmehr ein lebendiges Dokument. Die Einbeziehung der Bevölkerung ist uns dabei ein besonderes Anliegen. Das bedeutet, wenn wir weitere Barrieren identifizieren oder Ideen und Anregungen von unseren Bürgerinnen und Bürgern erhalten, werden diese geprüft und können dann ebenfalls im Etappenplan berücksichtigt werden.“

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern von Menschen mit Behinderungen haben die Projektverantwortlichen Barrieren entlang des Weges zwischen Rathaus und Bahnhof identifiziert. Auch im Allsportzentrum wird zeitnah ein stufenloser Zugang zur Eislaufbahn nutzbar sein, ohne dass man erst zum Haupteingang muss um sich anzumelden. Dieser wird entsprechend ausgeschildert sein. Mit der Umsetzung einzelner Maßnahmen wurde bereits begonnen. Seit dem vergangenen Jahr ist das Pongratz-Haus stufenlos zugänglich und im Gebäude selbst gibt es ein barrierefreies WC. Vom Pongratz-Haus zum Rathaus ist ein stufenloser Weg ausgeschildert, welcher darüber hinaus durch taktile Bodeninformation für blinde Menschen ergänzt wurde.

Abschließend ergänzte Bürgermeister Thomas Steiner: „Es muss aber jedem bewusst sein, dass die Umsetzung von Barrierefreiheit und Inklusion Zeit braucht. Einige Projekte können wir kurz- und mittelfristig realisieren, für andere – vor allem bauliche Projekte – benötigen wir zum Teil längere Umsetzungszeiträume. Wir wissen nun aber auch ganz genau, wo Verbesserungsbedarf besteht und können Probleme gezielt angehen.“
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