11.04.2017, 13:06 Uhr

Beschämende Zustände auf Städtischem Friedhof in Eisenstadt - Unwürdig und pietätlos

Beschämende Zustände auf Städtischem Friedhof in Eisenstadt - Unwürdig und pietätlos
Eisenstadt: Städtischer Friedhof |

Bedenkliche Zustände herrschen offenbar auf dem Städtischen Friedhof in Eisenstadt – die Kritiken reichen von „beschämend“, „pietätlos“, „einer Landeshauptstadt unwürdig“.

In der Aufbahrungshalle ist kein Sezierraum vorhanden, kein geeigneter Kühlraum, kein Platz zur Vorbereitung der Verstorbenen für die Beisetzung und auch für die Menschen, die an Bestattungen teilnehmen, herrschen denkbar schlechte Bedingungen.

Das ist eine kurze Zusammenfassung der Beschwerden und Hinweise von der Eisenstädter Bevölkerung, die bei Vizebürgermeister Günter Kovacs im Briefkasten zur Aktion „Sag´s dem Günter“ eingeworfen wurden, berichtet die SPÖ-Eisenstadt ein Detail aus der Zwischenbilanz zu der Aktion.

„Allein dieser eine Bereich zeigt, wie aufmerksam und kritisch unsere Menschen die Einrichtungen und Leistungen der Stadtgemeinde beobachten. Und es zeigt sich, dass sie nicht Unmögliches von einem verlangen, sondern ordentliches Arbeiten für die gesamte Bevölkerung und Respekt vor der Würde der Bewohner unserer Stadt“, betont Vizebürgermeister Günter Kovacs.

Umso bedenklicher seien die von den Mitbürgern aufgezeigten Zustände auf dem Städtischen Friedhof. Ausgerechnet dort, wo die Angehörigen Abschied von ihren Verstorbenen nehmen, sollten derartige Mängel nicht vorkommen. Auf den abgegebenen Meinungskarten werden zum Großteil schwerwiegende Mängel aufgezeigt.

Die SPÖ-Eisenstadt erhebt daher folgende Forderungen:

- Für die Versorgung der Verstorbenen muss endlich ein entsprechender Platz geschaffen werden

- Um bei angeordnete Obduktionen nicht auf andere Gemeinden ausweichen zu müssen, muss endlich ein entsprechender und auch vom Gesetz vorgeschriebener Obduktionsraum errichtet werden

- Die Fliesen in der Aufbahrungshalle sind desolat und sind zu sanieren

- Die Heizung muss effizienter gesteuert werden

- Türen und Fenster sind zu adaptieren, dass auch im Winter der Aufenthalt in der Aufbahrungshalle zumutbar ist

- Für die Menschen, die den Toten auf seinen letzten Weg begleiten, müssen mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen werden

- Schließlich muss endlich dafür gesorgt werden, dass auch die Möglichkeit besteht, den Verstorbenen in würdevoller, ruhiger und angemessener Form ungestört Abschied genommen werden kann

Die SPÖ wird diese Themen in der nächsten Sitzung des Gemeinderates zur Sprache bringen. Es kann nicht sein, dass die Landeshauptstadt den Verstorbenen und der Trauergemeinde so wenig Respekt und Würde erweist. Diese Zustände sind beschämend und pietätlos. Selbst die kleinsten Gemeinden im Burgenland ehren die Verstorbenen in einem würdigen Rahmen. Kein Mensch hat einen derart unwürdigen Umgang am Ende seines Lebens verdient. Es besteht daher dringender Handlungsbedarf.
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