09.01.2018, 13:00 Uhr

„Das ist Politik gegen die Arbeitnehmer“

LR Darabos hofft auf eine Fortsetzung der Aktion 20.000. (Foto: LMS)

Das Aussetzen der „Aktion 20.000“ sorgt im Burgenland für unterschiedliche Reaktionen.

EISENSTADT. Soziallandesrat Norbert Darabos spricht nach dem Entschluss der neuen Bundesregierung, die „Aktion 20.000“ auszusetzen, von einem „Schlag ins Gesicht der Betroffenen“ und einer „Politik gegen die Arbeitnehmer“.

Darabos-Brief an Sozialreferenten der Bundesländer

„Das Aus der ,Aktion 20.000‘ wird nun die Arbeitslosigkeit von Menschen über 50, die endlich wieder eine Perspektive haben, weiter verlängern“, meint Darabos, der nun auf einen nationalen Schulterschluss der Sozialreferenten hofft. In einem offenen Brief an seine Länderkollegen ruft er dazu auf, für ein Fortbestehen der Aktion 20.000 einzutreten. Er möchte das Thema auch bei der nächsten Sozialreferenten-Konferenz der Länder zur Sprache bringen.

LR Dunst: „Trifft arbeitslose Frauen aus dem Südburgenland“

Kritik kommt auch von Frauenlandesrätin Verena Dunst: „Das Aus dieser Maßnahme trifft besonders ältere Arbeitnehmerinnen aus dem Südburgenland. Ich finde es unglaublich schade, dass man länger arbeitslosen Frauen nun diese Chance nimmt.“

Steiner (ÖVP): „Nicht sinnvoll in Zeiten einer boomenden Wirtschaft“

Zustimmung zum Aussetzen der Aktion 20.000 kommt naturgemäß von der burgenländischen ÖVP. Parteichef Thomas Steiner: „Die Bundesregierung hat richtig erkannt, dass es in Zeiten einer boomenden Wirtschaft nicht sinnvoll ist, Arbeitsplätze durch den Staat zu subventionieren.“

LR Petschnig (FPÖ): „Simpel gestricktes rotes Wahlzuckerl“

Auch Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig begrüßt das vorläufige Aus der Aktion 20.000. „Das Projekt war von Anfang an als äußerst simpel gestricktes rotes Wahlzuckerl konzipiert. Maßnahmen wie die ,Aktion 20.000‘ finden üblicherweise keinerlei Kosten-Nutzen-Rechtfertigung“, so Petschnig.

Kommentar von Chefredakteur Christian Uchann
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