16.10.2017, 12:49 Uhr

ÖVP Burgenland jubelt: „Ein gewaltiges Ergebnis“

Applaus gab es von den burgenländischen ÖVP-Spitzenpolitikern bei Bekanntgabe der ersten Hochrechnung.
EISENSTADT. Der Bundestrend spiegelt sich auch im burgenländischen Wahlergebnis wider. SPÖ (-4,4 Prozent) und Grüne (-4,9 Prozent) verlieren, ÖVP (+6 Prozent) und FPÖ (+8,7 Prozent) legen deutlich zu.
Die SPÖ liegt damit im Burgenland mit 32,9 Prozent nur noch knapp vor der ÖVP, die 32,7 Prozent erreicht hat. Die FPÖ hält bei 26 Prozent der Stimmen. Dramatisch der Absturz der Grünen: Mehr als 1,8 Prozent waren nicht zu holen. Ein Ergebnis, das sogar von den NEOS (2,7 Prozent) und der Liste Pilz (2,6 Prozent) überboten wurde.

ÖVP: „Die Menschen im Burgenland wollen eine positive Veränderung“

ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner zeigte sich in einer ersten Reaktion euphorisch. „Das ist ein gewaltiges Ergebnis – auch im Burgenland. Wir sind gleichauf mit der SPÖ“, so Steiner, der das Ergebnis auch als gutes Zeichen für die Zukunft sieht. „Die Menschen im Burgenland wollen eine positive Veränderung.“
LH Hans Niessl versuchte die Verluste der SPÖ Burgenland zu relativieren. „Von einem hohen Niveau etwas zu verlieren, ist immer leichter als umgekehrt.“ Nun gelte es, „in dieser schwierigen Zeit zusammenzuhalten.“

„Kern soll bleiben“

Spekulationen über eine Ablöse von Christian Kern waren am Wahltag von Niessl nicht zu hören. „Christian Kern soll nun mit allen Parteien Gespräche führen.“ Und auch Hans Peter Doskozil sieht sich jetzt nicht als Kern-Nachfolger. „Das war vor der Wahl kein Thema und ist auch nach der Wahl kein Thema“, so Doskozil.

FPÖ: Auch rot-blau möglich

„Überwältigt“ vom Wahlergebnis zeigte sich FPÖ-Chef Johann Tschürtz. Auf die Frage, ob er neben einer schwarz-blauen Koalition auch rot-blau für realistisch hält, meinte Tschürtz: „Alles ist möglich.“
Für Grünen-Chefin Regina Petrik ist der Wahlausgang eine „herbe Enttäuschung“. Für sie ist „die starke Stimme für den Klimaschutz und für das Rückgrat der Menschenrechtspolitik sehr geschwächt worden.“

Landes-, Bezirks- und Gemeindeergebnisse aus dem Burgenland

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