01.09.2014, 22:48 Uhr

SPÖ und ÖVP starten Befragungs-Offensive

Starten „historische Mitgliederbefragung“: Christian Illedits und Robert Hergovich

Während die SPÖ ihre Mitglieder befragt, möchte die ÖVP mittels Hausbesuche alle Burgenländer erreichen.

EISENSTADT (uch). „Die SPÖ startet diese Woche mit der größten Mitgliederbefragung in der Geschichte der burgenländischen Sozialdemokratie“, so SPÖ-Klubobmann Christian Illedits, der weiters von einem „Meilenstein in Sachen innerparteilicher Demokratie“ spricht.

SPÖ: 30.800 Fragebögen

Insgesamt werden 30.800 Personen befragt, die Mitglied in einer der zehn teilnehmenden Organisationen sind. Die einzelnen Fragen beziehen sich auf verschiedenste Themenbereiche. So wird etwa gefragt „wie stark sich die SPÖ Burgenland für die Umwandlung der AHS-Unterstufe in die Neue Mittelschule“ oder für den „Ausbau der Windkraft“ einsetzen soll.

„Keine Schmähparade“

Interessantes Detail: Mit der Frage „Soll die SPÖ Burgenland nach der Landtagswahl Gespräche mit allen im Landtag vertretenen Parteien über eine mögliche Zusammenarbeit führen?“ wird bereits das Ergebnis der Verhandlungen der Verfassungsreform – nämlich die Abschaffung des Proporzes – vorweggenommen.
Die Auswertung der Fragebögen ist für Oktober geplant. Und Landesgeschäftsführer Robert Hergovich verspricht: „Diese Mitgliederbefragung ist keine Schmähparade. Unsere Mitglieder sollen den inhaltlichen Kurs mitbestimmen. Die Ergebnisse sind bindend!“

ÖVP: „Hausbesuchsoffensive“

Auf Mitbestimmung setzt auch die ÖVP mit einer „Hausbesuchsoffensive“, die sich aber nicht nur auf auf die Mitglieder beschränken soll. In den nächsten Wochen werden Funktionäre der ÖVP in allen 171 Gemeinden unterwegs sein und das persönliche Gespräch suchen. „Dazu haben wir einen Fragebogen mit einigen Themen als Gesprächsleitfaden entwickelt, doch natürlich ist jede neue Idee und Anregung willkommen“, sagt Landesparteiobmann Franz Steindl.
Die Themen reichen von der „Mobilität im ländlichen Raum“ über „Jugendbeschäftigung und Lehre“ bis hin zur „Förderung von Klein- und Mittelbetrieben“. „Die Ergebnisse werden in das Wahlprogramm mit einfließen“, verspricht Steindl.

ÖVP: Online mitreden

Die Hausbesuchsaktion ist ein Teil einer großen Mitbestimmungsoffensive. So sieht das neue Vorwahlstatut vor, dass bereits zwanzig Mitglieder und jede Ortspartei einen Kandidaten nominieren können. Und noch im September startet ein neues Online-Tool auf der Homepage der ÖVP Burgenland, wo Mitglieder zu aktuellen Themen Stellung beziehen können.
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