27.10.2017, 15:31 Uhr

Stichwahlen in Großhöflein: „Wahlsieg ist realistisch“

Heinz Heidenreich geht in Großhöflein als Favorit in die Bgm-Wahlen – Maria Zoffmann glaubt an ÖVP-Erfolg

GROßHÖFLEIN. Heinz Heidenreich (SPÖ) ist, was knappe Wahlausgänge betrifft, ein gebranntes Kind. Vier Stimmen fehlten zum Bürgermeisterposten im ersten Wahldurchgang, bei den letzten Stichwahlen ging er mit fünf Stimmen Vorsprung über die Ziellinie. „Mittlerweile kann ich mit diesen engen Resultaten umgehen. Auch bei dieser Stichwahl zählt jede Stimme“, will der Ortschef nicht von Formsache sprechen. 
Kämpferisch gibt sich auch ÖVP-Kontrahentin Maria Zoffmann: „50 Prozent waren gegen die Fortsetzungen des bisherigen. Deshalb ist ein Wahlsieg realistisch.“

18 Prozent an Kuchelbacher

Als Zünglein an der Waage konnten sich die FLG-Stimmen erweisen, die im ersten Wahlgang an Andreas Kuchelbacher gingen. Dieser verlautbarte, Maria Zoffmann zu unterstützen. Darüber ist Zoffmann erfreut, will jedoch Sach-Politik über einfärbige Parteipolitik stellen. „Ich will für die gesamte Bevölkerung ohne Rücksicht auf Parteizugeöhrigkeit oder Weltanschauung da sein“, so die Herausforderin. Kuchelbachers Einfluss auf das Ergebnis schätzt Heidenreich als einen eher geringen ein: „Es gab bereits persönliche Gespräche mit ihm. Es geht um eine gemeinsame Zukunft zum Wohle unserer Gemeinde.“

Einfluss der NR-Wahlen

Die NR-Wahlen, bei denen die ÖVP in Großhöflein ordentlich zulegen konnte, sieht Heidenreich nicht als Nachteil. „Unsere Wähler konnten schon immer sehr gut unterscheiden, um welche Wahl es geht“, konstatiert der Ortschef, der seit mittlerweile drei Jahren im Amt ist. Zoffmann hingegen erwartet sich einen Aufschwung. „Sebastian Kurz war der große Gewinner, weil er gezeigt hat, dass es Zeit für Neues ist. Das ist es auch in Großhöflein – Kurz spricht auch eine klare Wahlempfehlung für mich aus“, so Zoffmann, die das Gemeinsame vor das Trennende stellen will.

Gemeinsame Initiativen

Dass die beiden Parteien gar nicht soviel trennt, spricht Heidenreich an: „So groß sind die Unterschiede gar nicht. Wir haben gemeinsam – gegen LBL-Stimmen – z.B. die VS-Erweiterung oder den Turnsaalzubau durchgebracht.“
Die letzten Tage vor den Wahlen wollen beide nutzen, um Haushalte zu besuchen um mit den Großhöfleinern Gespräche zu führen und die Großhöfleiner ein drittes Mal innerhalb kurzer Zeit zum Urnengang zu bringen – denn es geht um die Zukunft der Gemeinde.
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Othmar Gitschthaler aus Pongau | 29.10.2017 | 10:13   Melden
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