18.01.2018, 09:28 Uhr

AMS-Chefin zur Bilanz 2017: „Das sind Zahlen, die uns wirklich freuen“

AMS-Chefin Helene Sengstbratl konnte sehr erfreuliche Arbeitsmarktdaten präsentieren.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im vergangenen Jahr auf allen Ebenen positiv. Auch die Prognosen für 2018 sind sehr erfreulich.

EISENSTADT. Das starke Wirtschaftswachstum wirkte sich im Jahr 2017 auch auf den burgenländischen Arbeitsmarkt aus. Ein Minus von 6,8 Prozent bei der Arbeitslosigkeit und der Rekordwert von 102.700 Beschäftigten sind „Zahlen, die uns wirklich freuen“, so AMS-Geschäftsführerin Helene Sengstbratl bei der Bilanz-Pressekonferenz.

Weniger Arbeitslose auch bei den Älteren

Die Beschäftigung stieg bei Älteren und Ausländern überdurchschnittlich. Deutliche Zuwächse gab es vor allem im Handel, Bauwesen und in der Industrie. Überdurchschnittliche Rückgänge bei der Arbeitslosigkeit betrafen die Berufsbereiche Industrie, Gewerbe, Bau und Jugendliche unter 25 Jahren. „Besonders erfreulich ist, dass auch bei den Älteren ab 50 Jahren ein Arbeitslosen-Rückgang um 2,1 Prozent gelang“, so Sengstbratl.

40 Millionen Euro für Förderprogramme

Insgesamt 17.400 Arbeitslose und Schulungsteilnehmer fanden 2017 wieder eine Arbeit. Die Jobsuche dauerte im Durchschnitt 101 Tage, das sind zwei Tage weniger als ein Jahr zuvor.
„Das AMS Burgenland investierte im vergangenen Jahr fast 40 Millionen Euro in arbeitsmarktpolitische Förderprogramme. Ein großer Teilt des Förderbudgets wurde für Qualifizierungsmaßnahmen verwendet“, sagte der stellvertretende AMS-Geschäftsführer Manfred Breithofer.

Wermutstropfen: Arbeitslosigkeit höher als im Krisenjahr 2009

Die AMS-Chefin wies aber auch darauf hin, dass das Niveau der Arbeitslosigkeit im Jahr 2017 noch immer um 1.300 höher lag als im Krisenjahr 2009. „Das nehmen wir uns noch vor, dass wir dieses Plus weg bekommen“, so Senstbratl.

2018: Plus bei der Beschäftigung, Minus bei der Arbeitslosigkeit

Die Voraussetzungen dafür sind nicht die schlechtesten. So wird – laut dem Forschungsinstitut Synthesis – der Personalbedarf der im Burgenland tätigen Unternehmen im heurigen Jahr deutlich wachsen. Im Jahresschnitt wird mit 104.200 Beschäftigten gerechnet, das wäre ein Plus von 1.500. Bei der Zahl der Arbeitslosen wird ein Rückgang von 400 prognostiziert.
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