27.06.2017, 14:48 Uhr

SWV-Spartenvertreter äußern Forderungen

SWV-Präsident Oswald Hackl (2.v.l.) und die Spartenobmänner äußerten ihre Forderungen. (Foto: SWV Burgenland)
EISENSTADT. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag präsentierten die Spartenobmänner des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) Burgenland Probleme sowie Forderungen, "die die Tätigkeiten von Gewerbetreibenden wesentlich erleichtern könnten".

Lehrlinge, Arbeitszeit, Onlinehandel

So fordert etwa Paul Scheu, Spartenobmann "Gewerbe", eine bessere finanzielle Unterstützung der Unternehmen bei der Lehrlingsausbildung. Michael Gerbavsits, Spartenobmann "Industrie" sowie Vorstandsvorsitzender der Energie Burgenland Gruppe, will eine Flexibilisierung der Arbeitszeit. Aus der Sparte "Handel" wurde von Obmann Peter Springsits darauf hingewiesen, dass der Onlinehandel deshalb problematisch sei, da die Wertschöpfung nicht im Land bleibe, sondern meist ins Ausland fließe.

Verschärfte Kreditvergabe?

Gerhard Nyul von der Sparte "Banken und Versicherung" ortet in den gesetzlichen Änderungen für die heimischen Banken "weitreichende Folgen für die einzelnen Unternehmen und die Wirtschaft". Demnach würden Änderungen unter dem Schlagwort "Basel IV" zu einer Verschärfung bei der Kreditvergabe an kleinere sowie mittlere Unternehmen und damit für die Realwirtschaft führen.

Des weiteren beklagt Thomas Fuchs von der Sparte "Tourismus und Freizeitwirtschaft", dass die Gastronomie am meisten durch den "ungleichen Wettbewerb" mit den Vereinen belastet werde und Ludwig Pall von der Sparte "Transport und Verkehr" fordert die Anpassung der österreichischen Lkw-Maut an jene der Nachbarländer. Siegfried Fleischacker von der Sparte "Information und Consulting" bekräftigte das "unbedingte Muss" für Großbetriebe aber auch kleine Unternehmen, sich mit der Digitalisierung zu befassen.

Soziale Absicherung

SWV-Präsident Oswald Hackl betonte zudem: "Wir sind die einzige Vertretung der Unternehmer, die sich für die soziale Absicherung der Gewerbetreibenden einsetzt. Wie so oft wurde im letzten Wirtschaftsparlament der WK Burgenland unser Antrag auf die Abschaffung des Selbstbehaltes in der SVA mit den Stimmen von Wirtschaftsbund und Freiheitliche Wirtschaftsvertreter mehrheitlich abgelehnt, und das trotz fast 500 Mio. Rücklagen."
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