Klimaschutz im Mehrparteienhaus
Mieter werden zu PV-Strom-Produzenten

Mit den Photovoltaik-Anlagen wird, umweltschonend und kostengünstig, Strom für die Mieter produziert.
  • Mit den Photovoltaik-Anlagen wird, umweltschonend und kostengünstig, Strom für die Mieter produziert.
  • Foto: Firma Denkapparat, Stefan Epner
  • hochgeladen von Sandra Würfl

Kürzlich wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Produktion von eigenem, emissionsfreien und preisgünstigen Strom durch die Mieter eines Mehrparteienhauses geschaffen. 

ASTEN. Im Rahmen einer „Gemeinschaftlichen Erzeugungsanlage“ ist es für die Mieter jetzt möglich, ihren eigenen elektrischen Strom zu erzeugen und zu verbrauchen. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Bereich zu den österreichweiten Vorreitern dieser wichtigen Entwicklung zählen und den Mieter in unserem Haus in der Wiener Straße, ab dem 1. Jänner 2022 emissionsfreien, selbst produzierten, günstigen Solarstrom vom eigenen Hausdach anbieten können", sagt Erwin Strasser, vom Unternehmen „Niedrigenergie Wohnanlage Strasser". „Das ist gut für die Umwelt, für die Geldbörse der Mieter, für uns als Vermieter durch attraktive Wohnbedingungen und für die regionale Wirtschaft. Damit leisten unsere Mieter und wir als private Vermieter im Rahmen unserer Möglichkeiten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende.“

Niedrigere Stromkosten

„Unser Sonnenkraftwerk kann pro Jahr die beeindruckende Menge von 27.000 kWh an elektrischer Energie erzeugen. Zum Vergleich: Mit dieser Energiemenge legt ein modernes E-Auto mit einem Verbrauch von ca. 20 kWh/100 km eine Strecke von 135.000 km zurück", berichtet Strasser. Die erzeugte solare Stromenergie werde den Mietern im Verhältnis ihres tatsächlichen Stromverbrauches („dynamisch“) zugeteilt. „Dadurch werden unsere Mieter ihre bisherigen Stromkosten um etwa 30 bis 40 Prozent (bei elektrischer Warmwasserbereitung) reduzieren können. Da der Strom am Ort des Verbrauches erzeugt wird, fallen keine Netzentgelte und Abgaben an und unser Solarstrompreis liegt deutlich unter dem Tarif des netzbezogenen Stromes", fügt Strasser hinzu.

Förderung für E-Mobilität

Auch die E-Mobilität möchte das Astener Immobilien-Unternehmen im neuen Jahr fördern. Daher stellt Strasser die erforderliche Infrastruktur für zwei E-Auto-Ladestationen bereit, an denen jeweils eine Ladeleistung von elf kW zur Verfügung steht. So kann überschüssiger Solarstrom, jahres- und tageszeitabhängig, günstig zum Laden des E-Autos genutzt werden.

Umweltfreundliche Stromversorgung

Diese „gemeinschaftliche Erzeugungsanlage“, an der die Mieter als „berechtigte Teilnehmer“ freiwillig teilnehmen, erspart jährlich etwa 7,0 Tonnen an CO2 (Strommix Österreich: 0,2580 kg CO2/kWh (Quelle: Umweltbundesamt)). „Über eine durchschnittliche Nutzungsdauer unserer Photovoltaik-Anlage von 20 Jahren vermeiden unsere Mieter damit 140 Tonnen des klimaschädlichen CO2-Gases. Somit handelt es sich bei unserer PV-Anlage um eine lokale und ressourcenschonende Energieversorgung – eine gelungene Verbindung aus Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Und obendrein stellt sie für unsere Mieter eine stabile Absicherung gegen derzeit stark steigende Energiekosten dar", so Strasser.

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