Artenvielfalt im Raader Wald

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ST. VALENTIN. Die "Freunde des Raader Waldes" äußern Bedenken gegen den geplanten Wirtschaftspark in St. Valentin. Das Gewerbegebiet soll auf 48 Hektar am Areal der OMV entstehen. Dieses Gebiet besteht allerdings beinahe zur Hälfte aus Wald, was den Naturliebhabern ein Dorn im Auge ist. "Es handelt sich um einen sehr trockenen Eichenwald, ein Biotoptyp, der in Österreich als 'stark gefährdet' eingestuft ist und durch die EU-Fauna-Flora-Habitatrichtlinie streng geschützt ist", sagt der Ennser Biologe Harald Pfleger. "Eingestreut an Waldrändern zu finden sind Trockenrasenbiotope, die überhaupt zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen in Österreich gehören." Aus Sicht des Naturschutzes seien diese Biotoptypen in der Region sehr wertvoll.

Im Raader Wald sind die letzten Vorkommen des Hecken-Wollafters in Westösterreich zu finden. Gefährdete Vogelarten im Gebiet sind beispielsweise auch der Neuntöter und der Schwarzspecht. Pfleger und den "Freunden des Raader Waldes" geht es zunächst darum, die Bevölkerung zu informieren. Am Wochenende fand im Raader Wald erstmals ein sogenanntes "Bird Race" statt. 20 Personen beteiligten sich in St. Valentin trotz ungünstiger Witterung an der "Vogelschau". Bei der zweieinhalbstündigen Exkursion wurden 26 Vogelarten entdeckt, zu den Highlights gehörten Schwarzspecht und Goldammer.

Autor:

Andreas Habringer aus Enns

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