Zukunft Jugend
Corona ist auch psychische Krise für Jugendliche

Sascha Reischl (links) appelliert an alle Bezugspersonen von Jugendlichen, nicht den Optimismus zu verlieren und so eine Stütze zu sein.
  • Sascha Reischl (links) appelliert an alle Bezugspersonen von Jugendlichen, nicht den Optimismus zu verlieren und so eine Stütze zu sein.
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  • hochgeladen von Michael Losbichler

Die psychische Krise bei Jugendlichen infolge der Corona-Pandemie sei massiv, meint Sascha Reischl vom Verein "Zukunft Jugend". Die Jugend brauche derzeit mehr Unterstützung denn je.

REGION. "Wir merken derzeit den verstärkten Konsum von Alkohol und anderen bewusstseinsverändernden Substanzen in den verschiedensten Jugendszenen", sagt Sascha Reischl. Dies sei alarmierend. Viele Jugendliche hätten noch kein gefestigtes "Ich" und befänden sich in der Pubertät, einer ohnehin schwierigen Lebensphase. "Sie haben ein besonders heftiges Los gezogen." Das Problem sei, dass die Vorbilder und Idole der Jugendlichen sich gerade selbst in einer Ausnahme-Situation befinden. Somit fehle es den Jugendlichen an Halt und der nötigen Unterstützung.

Weiter Vorbild für Jugend sein

Für Erwachsene und Jugendarbeiter soll es daher Priorität sein, der Jugend die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen und sie zu begleiten. "Zukunftsängste sowie eine generalisierte Ängstlichkeit können zu Angststörungen führen. Besonders bei unseren Jüngsten müssen wir jetzt ansetzen und ihnen als Vorbild zur Seite stehen", sagt Reischl. Es liege nun an den Begleitpersonen der Jugendlichen, die Erfahrungen in Form von Optimismus und Motivation für die Zukunft weiterzugeben und sie so in ihrer Entwicklung zu unterstützen: "Unsere Gesellschaft hat schon andere Herausforderungen gut gemeistert. Auf diese positiven Erinnerungen und Erfahrungen können wir dabei zurückgreifen." Gefordert seien alle, egal ob Eltern, Lehrer, Sozialpädagogen, Nachbarn oder Bekannte. "Auch der zweite Lockdown kommen würde, dürfen wir den Optimismus nicht verlieren. Es geht dabei um die Zukunft der Jugend", appelliert Reischl. Für externe Unterstützung gebe es zahlreiche Einrichtungen, auf die Beteiligte zurückgreifen könnten: "Eine der bekanntesten ist Rat auf Draht, die unter der Telefonnummer 147 erreichbar ist. Für nähere Infos zu Beratungsangeboten im Bezirk stehe ich gerne zur Verfügung", sagt der Jugendarbeiter abschließend. Kontaktinfos sind unter zukunft-jugend.com zu finden.

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