Bürgerinitiative Verkehr 4.0
Donaubrücke Mauthausen: Zurück an den Start

v.l.: Franz Fischlmayr, Wilibald Horner, Jürgen Dornhofer, Michael Pichler, Christian Zellinger, Josef Alkin, Franz Zeiser, Michael Leitner, Ludwig Riedl, Johann Dornmayr, Martin Fenkhuber
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  • v.l.: Franz Fischlmayr, Wilibald Horner, Jürgen Dornhofer, Michael Pichler, Christian Zellinger, Josef Alkin, Franz Zeiser, Michael Leitner, Ludwig Riedl, Johann Dornmayr, Martin Fenkhuber
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Die Bürgerinitiative Verkehr 4.0 lud vergangenen Freitag zum Rapidwirt in St. Pantaleon zur Pressekonferenz. Sie drückten sich ausdrücklich gegen den Bau der neuen Donaubrücke in Mauthausen aus und fordern das Projekt von Grund auf neu zu überdenken.

ST. PANTALEON. Die rund 20 Mann starke Kerngruppe der Bürgerinitiative will stellvertretend für die betroffenen Gemeindebürger für eine moderne, zukunftsweisende Verkehrslösung in der Region kämpfen. Mit großer Unterstützung der Bevölkerung ist zu rechnen. So konnten bereits mehr als 600 Unterschriften in nur kurzer Zeit gesammelt werden. „Wir versuchen jetzt massiv unseren Zielen nachzugehen“, so Ludwig Riedl, der sich schon vor 25 Jahren für eine Umfahrung Pyburg stark machte. Als einer der nächsten Schritte wird die Bürgerinitiative mit den zuständigen Politikern in Niederösterreich wie auch in Oberösterreich Kontakt aufzunehmen.

„Wir wollen keine Variante“

2024 soll mit dem Bau einer zweiten Donaubrücke einige hundert Meter östlich des jetzigen Übergangs begonnen werden. Bei der Projektausstellung des Landes NÖ wurden mögliche Varianten für eine Anbindung an die B1 vorgestellt. Die Bürgerinitiative Verkehr 4.0 unterstützt weder die neue Donaubrücke noch die vorgestellten Trassen. Laut ihren Mitgliedern sei es keine Lösung für den täglichen Stau, sondern würde nur noch mehr Verkehr anziehen. „Der Stau entsteht in Mauthausen und nicht auf niederösterreichischer Seite. Eine zweite, von der Wirtschaft geforderte Brücke ist keine Lösung für dieses Problem, sondern in Wirklichkeit eine Mogelpackung für eine große Transitlösung“, so der Grundtenor der Gruppe. Obwohl Landesrat Steinkellner in einem Bericht der BezirksRundschau (Siehe: meinbezirk.at/2595974) vom 8. Mai 2018 die Transitstrecke über Berlin–Dresden–Prag–Linz, eine Ostumfahrung über Mittertreffling und den Autobahnanschluss Asten verteidigt, traut man dieser nicht. Außerdem formierten sich auch in Linz und Steyregg Aktivisten, die eine Transitlösung durch ihre Gemeindegebiete verhindern wollen.

Verkehr 4.0-Lösungsansatz

Um das Stau- und Verkehrsproblem weitgehend zu lösen, bedarf es laut der Bürgerinitative Folgendes: „Die bestehende Brücke soll ausgebaut und der Anschluss in Mauthausen entsprechend den Verkehrsaufkommen adaptiert werden“, so Riedl. „Wir müssen die Situation neu bewerten. Eine mögliche, neue Brücke muss aber unbedingt in die bestehende Umfahrung Pyburg eingebunden werden. Der Verein Doneubrücke mit namhaften Unternehmern darf keine Sonderstellung haben“. Christian Zellinger, Mitglied der Kerngruppe der Bürgerinitative, sagt: „Den Namen haben wir uns bei Industrie abgeschaut. So soll wie bei Industrie 4.0 eine 'personalisierte', also eine für die betroffenen Bewohner und Pendler nördlich und südlich der Donau akzeptable und abgestimmte Lösung gefunden werden. Wir werden ab jetzt alle Mittel ausschöpfen, um die projektierte Donaubrücke und die möglichen Anbindungen an die A1 zu verhindern. Die neu entdeckten Römerlager in St. Pantaleon werden sich wieder mit 'Legionen' füllen und für die vorhandene Lebensqualität kämpfen“.

„Mitsprache & Transparenz“

„Wir müssen zurück an den Start. Eine Lösung kann nur gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgen. Mitsprache und volle Transparenz bei Planungen seitens der Landesregierungen seien erforderlich“, so auch Bürgermeister Rudolf Divizenz, der sich über seltenen Schulterschluss aller Parteien freuen kann. „Der Gemeinderat St. Pantaleon steht inhaltlich voll hinter der Bürgerinitiative von Verkehr 4.0". Ähnlich sieht es auch die Bürgermeisterin der Stadtgemeinde St. Valentin, Kerstin Suchan-Mayr. Bei der letzten Landtagssitzung vergangenen Donnerstag stand das Thema der SPÖ „Planung Donaubrücke Mauthausen – völlig an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei“ am Beginn der Tagesordnung. Laut der Bürgermeisterin würde der Brückenbau das Hauptproblem der Verkehrsentwicklung nicht lösen: „Die bis dato vorgesehenen Planungen verschieben die Probleme nur und sorgen für Staus und Chaos auf den Straßen und Wohngebieten. Mit der Einbindung bestehender Verkehrswege, muss hier rasch für Entlastung gesorgt werden. Die Bevölkerung leidet seit Jahren unter diesem massiven Verkehrsproblem“. Dieses Thema wird wohl auch bei den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 eine wichtige Rolle spielen. Und ob die zweite, in Bau befindliche Abbiegespur in Mauthausen schon bald eine Entlastung bringt, bleibt abzuwarten.

v.l.: Franz Fischlmayr, Wilibald Horner, Jürgen Dornhofer, Michael Pichler, Christian Zellinger, Josef Alkin, Franz Zeiser, Michael Leitner, Ludwig Riedl, Johann Dornmayr, Martin Fenkhuber

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