Ermittlungen abgeschlossen
Ennser Polizei klärt großen Baustellen-Diebstahl

Die Ennser Polizei klärte den gewerbsmäßigen Diebstahl auf.
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  • hochgeladen von Michael Losbichler

Durch umfangreiche Ermittlungen gelang es Polizisten aus Enns, einen gewerbsmäßigen Diebstahl von Baumaterial in Ober- und Niederösterreich zu klären.

ENNS, SCHÄRDING, VÖCKLABRUCK. Demnach werden zwei bosnische Staatsangehörige, ein 33-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck und ein 39-Jähriger aus dem Bezirk Schärding, beschuldigt, Mitte Juni 2020 in Ober- und Niederösterreich in 21 Fällen Baumaterial für Fassaden- und Verputzarbeiten gestohlen zu haben. Dafür hatte einer der beiden einen Transporter angemietet, mit dem sie meist in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, nachdem die Arbeiter das Gelände bereits verlassen hatten, zu den Baustellen fuhren, das Diebesgut verluden und abtransportierten. Das Baumaterial verkauften sie anschließend weiter.

Motiv: Spielschulden & Suchtmittelkonsum

Am 14. Juli dieses Jahres gelang es den Beamten, die beiden festzunehmen. Bei ihren Einvernahmen gaben sie Spielschulden und Suchtmittelkonsum als Motiv  an. Auftraggeber soll ein 34-jähriger Bosnier aus dem Bezirk Linz-Land gewesen sein. Auch er wurde festgenommen. Außerdem half ein 45-jähriger Bosnier aus dem Bezirk Vöcklabruck beim Diebstahl der Bitumenbahnen. Diesem wiesen die Ermittler zudem nach, seit 2014 illegal in Österreich aufhältig zu sein und sich seinen Lebensunterhalt durch Schwarzarbeit finanziert zu haben. Er wurde wegen fremdenpolizeilicher Bestimmungen festgenommen, berichtet die Polizei OÖ.

Beutelager in Hörsching

Bei den Ermittlungen stießen die Polizisten auch auf das Beutelager der Beschuldigten im Gemeindegebiet von Hörsching. Dort fanden sie etwa 200 Bund Fassadendämmplatten, mehrere tausend Vollwärmeschutzdübel, dutzende Glasgeweberollen und Kantenschutzprofile, etwa 240 Säcke Klebespachtel, 120 Kübel mit Putz, mehrere Paletten Bitumenbahnen und über 100 Deckenstützen. Durch Zusammenarbeit mit den Herstellerfirmen gelang es, einen Großteil der Beute wieder an die Besitzer zurückzugeben. Zu den strafrechtlichen Anzeigen der beiden Hauptbeschuldigten kommen darüber hinaus noch etwa 70 verwaltungsrechtliche. Dies hauptsächlich deshalb, weil sie den Transporter ohne gültige Lenkberechtigung gelenkt haben.
Bis zum Abschluss der Ermittlungen Anfang Oktober befanden sich die beiden in Untersuchungshaft.

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