Den Garten vorbereiten
Gartenarbeit im Frühling

Jetzt beginnt die Gartensaison
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Bäume und Stauden schneiden, Beete herrichten, Aussaat und Pflanzung, den Rasen sanieren. Die Frühlingskur für den Garten.

ENNS: Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen beginnt die Zeit, sich mit dem Garten, zu befassen. Was ist zu tun, was sollte man beachten. Je nach Größe und Bepflanzung können viele Gartenarbeiten anfallen.

Baumschnitt so oder anders

Baumschnitt ist ein heikles Kapitel. Die Meinungen über den „richtigen“ Baumschnitt  gehen weit auseinander. Schneidet man auf Form oder auf Frucht? Wieviel oder wie wenig kann/soll geschnitten werden? Vorab: Schnitt ist nicht gleich Schnitt. Wird der Baum nach der Pflanzung geschnitten spricht man vom Pflanzschnitt, fünf Jahre später folgt der Erziehungsschnitt und ab dann der Erhaltungsschnitt. Jeder Schnitt wird unterschiedlich ausgeführt. Guten Rat erhält man von den örtlichen Gärtnern und Gartenbauvereinen.

Baumschnitt will gelernt sein
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Bäume und Stauden werden in der Zeit zwischen Januar und März geschnitten. Hier ist der richtige Zeitpunkt wichtig: Ein zu später Schnitt verhindert, dass der Baum gut austreibt. Er wird dann weniger Früchte tragen.  Die Temperatur sollte minus fünf Grad nicht unterschreiten, da das Holz sonst zu brüchig ist. Weiters dürfen die Äste beim Schnitt nicht durchnässt sein, also besser nach einer längeren trockenen Wetterphase schneiden.

Schneiden, aber richtig

Beim Rückschnitt  zuerst alte und morsche Äste entfernen. Lange, kräftige Triebe  zurückschneiden. Junge, nicht verzweigte Seitentriebe stehen lassen.
Den Baum gleichmäßig schneiden. Zu dichte Kronenteile auslichten, indem man nach unten und innen wachsende sowie zu stark verzweigte Äste und Zweige entfernt. Sollen Äste nur zurückgeschnitten werden, sind sie etwas oberhalb einer nach außen wachsenden Triebknospe einzukürzen. Die Krone auch im Innenraum ausdünnen, damit genug Licht an die Früchte gelangt und sie schmackhafter werden.

Stauden und Rosen

Die kräftig wachsenden Gehölze der frühblühenden Stauden wie die Forsythie und Kornelkirsche können im Frühjahr sofort nach der Blüte stark zurück geschnitten werden.
Alle öfter blühenden Rosen vertragen im Frühjahr einen kräftigen Schnitt, damit sie nach der Erstblüte noch Kraft für die Nachblüte besitzen. Einmal blühende Rosen erhalten keinen Frühjahrsschnitt, da sie an den Trieben des Vorjahres blühen. Als guter Zeitpunkt hat sich bewährt Rosen dann zu schneiden, wenn die Forsythien blühen.

Der Boden macht's

Um festzustellen, wann mit der Bodenbearbeitung begonnen werden kann, eignet sich Gartenwerkzeug: Ist der Boden trocken genug für die Bearbeitung, bleibt keine Erde mehr am Werkzeug kleben. Meist schon bald nach dem letzten Frost kann die im Herbst aufgebrachte Abdeckung aus Mulch und Laub entfernt werden. Böden mit einem hohen Anteil an Lehm und Ton sollten dann umgegraben werden. Nach dem Umgraben einige Tage warten, um Mikroorganismen Gelegenheit zu geben, in die oberen Bodenschichten zu gelangen. Etwa alle zwei bis drei Jahre ist der Boden mit Kalk zu versorgen.  Kalk verschiebt den pH-Wert des Bodens , der durch den Regen versauert sein kann. Aber Vorsicht: Wichtig ist zu wissen, wie hoch der pH Wert des Bodens für die geplante Pflanzung sein sollte. Unterschiedliche Pflanzen benötigen unterschiedliche Böden. Im Handel erhältliche pH Tests verschaffen hier schnell Gewissheit.

Gut zu wissen: pH-Werte und Wachstum

Böden haben einen pH Wert zwischen sauer, neutral und basisch. Der pH-Wert des Bodens beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährsalzen für die Pflanzen. Ein neutraler Boden hat den Wert 7, alles darunter ist sauer, alles darüber basisch. Treten starke pH-Wert-Änderungen auf, so werden Pflanzen unmittelbar betroffen sein. Bei hohem oder niedrigem pH-Wert sind die Nährstoffe im Boden festgelegt, sie stehen den Pflanzen nur unzureichend zur Verfügung. Bei einem niedrigen pH-Wert werden Aluminium- oder Mangan-Ionen löslich und für Pflanzen in schädigenden Mengen zugänglich.

Pflanzen und aussäen

Der Frühling ist die beste Zeit, um die ersten Obst- und Gemüsesorten anzupflanzen. Die gesetzten Pflanzen haben mehr Zeit im Boden und werden dadurch kräftiger.  Jetzt ist die Zeit für Äpfel-,  Kirschbäume und Beerenstauden  (Himbeere, Brombeere und Ribiseln).  Ab März – wenn kein Frost mehr droht - kann mit der Aussaat begonnen werden. Geeignet sind einige Wurzelgemüse und Salatarten. Also: Karotten, Kohlrabi, Radieserl, Kresse, Rucola, Blattsalate und Häuplsalat. Im April folgen dann: Spinat, Brokkoli, Erdäpfel, Erdbeeren, Melanzani, Paprika, Porree, Kohl und Spargel. Für die Aussaat haben sich Böden bewährt, die torffrei und leicht mit Dünger versetzt sind. Werden Setzlinge verwendet, gedeihen diese besonders gut, wenn die Erde viel Feuchtigkeit enthält und ebenfalls ein wenig mit Dünger versetzt ist.

Rasenpflege

Im April steht auch der Rasen auf dem Arbeitsplan. Er muss belüftet und von totem Material, Unkraut, Moos und Laub befreit werden. Zuerst  den Rasen auf vier bis fünf Zentimeter mähen. Dann den Boden in zwei kreuzenden Arbeitsgängen mit einem Vertikutierer (den man in Baumärkten leihen kann) oder einer Harke lockern. Aber Achtung: Der Anblick eines frisch vertikutierten Rasens kann zu Panikattacken führen. Es sieht nur wenige Tage schlimm aus, doch der Erfolg ist gesunder Rasenwuchs. Um den Effekt der Entmoosung und Belüftung zu verlängern, sollte in dünnen Lagen (wie beim Sähen) Quarzsand aufgestreut werden. An Stellen, an denen der Rasen nicht mehr dicht ist, nachsähen. Auf schweren Böden sollte der Rasen im Frühjahr immer gelüftet und gesandet werden. Eine Düngung mit einem organischen Langzeitdünger regeneriert den Rasen schnell und nachhaltig. Nach dem ersten Schnitt ist es ratsam, ihn regelmäßig zu mähen. So wird er dicht und schön wachsen.

Auch der Rasen braucht jetzt Pflege
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Blumen düngen

Narzissen, Hyazinthen und Tulpen, die im Frühjahr schon blühen, benötigen im April, spätestens im Mai eine Düngung. Am besten geeignet ist ein spezieller Kalkdünger für Zwiebelblumen.

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