Gerhard Riedl arbeitet an neuem Buch

ENNS. Der Ennser Schriftsteller Gerhard Riedl arbeitet an seinem neuen Buch mit dem Titel „Bewahre uns Gott vor einer Legion".  „Ausgrenzung, Gier, Macht sind Begriffe die auf die Freiheit der Menschen abzielen und immer mehr den Zeitgeist beherrschen. Die Anwendung sorgte schon zur Römerzeit für Unruhen", so Riedl. Für ihn stehe fest, dass an der Donaugrenze das Leid wesentlich mehr zu verpsüren war, als im Zentrum. Eine „Rückkehr der Legion" sei aus diesem Grund nicht hilfreich. Er ist der Meinung, dass es einen Mangel der Erinnerungskultur gibt, da es in den letzten Jahren mehr Gewalt und Flucht gab als Jahre zuvor. Interessant ist für ihn die Fragestellung: warum sind die Römer zurück? „Die historische Aufarbeitung erfolgte im 19. und 20. Jahrhundert im Sog der Entstehung einer starken Nation. Historiker und Philosophen setzten ein gefährliches Germanenbild in die Welt", sagt Riedl. „Deutsch sein“ hieß Stärke, Treue, Rassenreinheit und Heldentum. „Es ging schief. Historiker drängten zu neuen Themen.", so der Schriftsteller.

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