Happy End: Ennsdorfer suchte seine Retter über Facebook

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ENNSDORF (km). Gerhard Spitzer wendete sich heute Nacht, 23. Juni, mit einer ungewöhnlichen Bitte an die Facebook-Gemeinde. Der Ennsdorfer ist auf der Suche nach einem Ehepaar aus Perg.

Rückblick: Fahrradsturz nahe Windpassing

Am Mittwoch, 21. Juni, fuhr der Ennsdorfer mit dem Rad von Windpassing Richtung Ennsdorf. Er wollte damit einen Beitrag für seine Heimatgemeinde leisten, die Teil der Niederösterreich Challenge ist. Gegen 17.15 Uhr stürzte der Gastronom mit dem Rad. An das Folgende kann er sich nicht mehr erinnern. "An den Sturz selbst habe ich keine Erinnerung. Ich dürfte kurz weggewesen sein", so Spitzer.

Das nächste, an das er sich erinnern kann, war ein Ehepaar, zirka 50 Jahre alt beschreibt er. Das Pärchen stand vor ihm und leistete sofort Hilfe. "Die Frau verbot mir sofort die Weiterfahrt." Die Dame setzte Spitzer in ihr "relativ neues Auto", erzählt er. Und dass, obwohl er voller Blut war, wie er selbst beschreibt. Die beiden brachten ihn daraufhin nach Hause. Seine Nachbarn stellten sein Rad unterdessen in seine Garage.

Dankeschön an die Helfer

Die Namen des Ehepaars weiß Spitzer nicht. "In diesem Moment stand für sie die Hilfe im Vordergrund", mutmaßt der Ennsdorfer. Namen wären hier auch nebensächlich gewesen, so Spitzer weiter.

Der Gastronom ist ihnen dankbar für ihr Verhalten. Nun möchte er sich bei ihnen mit einem Essen erkenntlich zeigen. "In Zeiten wie diesen ist ihr Verhalten nicht selbstverständlich", erklärt er auf Nachfrage.

Rotes Auto mit Perger Kennzeichen

Von den beiden Eheleuten weiß er kaum etwas. In Erinnerung blieb ihm allerdings der Wagen des Paares. Laut seinen Angaben handelte es sich um ein rotes Auto mit Perger Kennzeichen. Die Frau war zirka 1,60 Meter groß. Der Mann hatte einen Kinnbart.

Noch hat sich niemand bei ihm gemeldet. Aber Spitzer hofft weiter darauf, seinen Helfern Danke sagen zu können.

UPDATE: Helfer gefunden

Soeben meldete sich Gerhard Spitzer. Er hat seine Retter gefunden. Renate und Rainer Gattinger meldeten sich heute Vormittag, 23. Juni, bei ihm. Die Mauthausner wurden durch seinen Aufruf über Facebook auf ihn aufmerksam.

Sie hätten sich nicht wegen des Essens bei ihm gemeldet. „Sie meinten, für sie ist es selbstverständlich Hilfe zu leisten“, erzählt Spitzer, der sich wahnsinnig freut, seine Helfer nun gefunden zu haben. Umgekehrt würden sie auch wollen, dass ihnen jemand hilft.

Spitzer will ihnen als Dank trotzdem ein Essen in seinem Ennsdorfer Gasthaus spendieren. „Ich sagte ihnen allerdings, dass sie ihren Tisch reservieren müssen. Ich will selbst vor Ort sein und mich nochmals persönlich bei ihnen bedanken“, so Spitzer hörbar lächelnd.

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