Heiße Debatte um Saunaoase in Enns

ENNS (bks). In der Juli-Ausgabe der Zeitschrift "Panorama" der ÖVP Enns widmet sich Vizebürgermeister Manfred Voglsam der "Saunaoase" in Enns. Lediglich 150 Personen würden die Sauna im Durchschnitt pro Jahr nutzen. „Das ist zu wenig, um die Sauna kostendeckend zu führen", sagt Voglsam auf Nachfrage. Die Sauna würde einen jährlichen Abgang von 211.000 Euro verursachen und könne so nicht mehr weitergeführt werden. „Der größte Teil der Ausgaben sind Personalkosten", so der Vizebürgermeister. Die Zahlen wurden gemeinsam mit dem Amtsleiter der Stadt berechnet. Nun wird nach einer Lösung gesucht. Aus diesem Grund wird sich im September eine Arbeitsgruppe bilden, die ein Nachfolgekonzept erarbeitet. Auch Voglsam wird Teil der Gruppe sein. Dass ein privater Nachfolger für die Sauna gefunden werde, daran glaube der Ennser jedoch nicht. „Ich bezweifle, dass ein Unternehmer so ein Verlustgeschäft übernehmen würde", sagt der ÖVP-Politiker. Auch das Ennser Freibad würde nicht kostendeckend sein. Der Unterschied: „Das Freibad ist eine soziale Einrichtung für eine Vielzahl an Bürgern." Die Sauna hingegen sei eine Wellnesseinrichtung für einen kleinen Besucherkreis.

„Sauna ist Vorsorge" – Kritiker teilt Meinung nicht mit Vizebürgermeister

Wenig erfreut über das drohende Aus sind die Saunageher, darunter Gerhard Riedl. „Saunieren ist viel mehr, als man denkt. Es ist eine medizinische Versorgungseinrichtung", sagt der Saunageher. „Eine Sauna dient zur Erhaltung der Volksgesundheit, wobei größere Gemeinden in der Lage sind, Beiträge zu besseren Lebensentwürfen anzubieten." Außerdem handle es sich um einen Raum der Begegnung für die Bevölkerung. „Öfter, als man meint, entwickeln sich hier demokratisch relevante Dialoge. Unter Sportlern oder Geschäftsleuten ist es üblich, sich in der Sauna zu treffen, um wichtige Entscheidungen zu besprechen", sagt Riedl weiter. Weiters kritisiere er den im "Panorama" abgedruckten Fakten-Check. Laut diesem würden 150 Personen pro Jahr die Sauna benutzen. „Das ist bösartig. Will man hier Fake News produzieren?", so Riedl. „Es scheint, dass sich die Gedanken des Vizebürgermeisters gegen das Wohl der Menschen richtet."

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