„Lernen fürs Leben": „Natuki" Enns und IMS Langenhart nominiert

REGION (bks). Neben Auszeichnungen für Schulen gibt es einen Sonderpreis für Kindergärten. Einer der Anwärter: Der Ennser Kindergarten „Natuki“. „Nach einem mehrjährigen Prozess und zahlreichen Besuchen in innovativen Einrichtungen keimte in uns der Wunsch nach zeitgemäßer pädagogischer Veränderung", sagt Christine Müller-Linninger, Leiterin des „Natuki". Das Ergebnis: Ein teiloffenes Konzept. Jedes Kind gehört einer Gruppe an und hat dort sein „Nest". In der „Reisezeit" von 9 bis 11 Uhr werden täglich die Gruppenräume zu Funktionsräumen umgestaltet. Denn: „Auch sehr junge Kinder kennen ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten ganz genau." Die Reisezeit bietet den Kindern einen Handlungsspielraum, in dem sie ihren Forscherdrang ausleben können. „Auch der Garten und der Bewegungsraum sind in dieser Zeit frei zugänglich." Mittels Magnetwand signalisieren die Kinder, ob sie ihre Zeit im Konstruktions-, Technik-, Natur-, oder Sprachraum verbringen möchten.

Für das Leben üben

Doch, inwiefern hilft dieses Konzept für das weitere Leben? „Die Funktionsräume bilden die Lernumwelt des Kindes", so die Natuki-Leiterin. Die Kinder zeigen Interesse am Geschehen, engagieren sich, gestalten mit und übernehmen Verantwortung. „Diese Voraussetzungen stellen das beste Übungsfeld für die zukünftige Lebensschule dar", so Müller-Linninger.

Neues Wahlfach an der IMS Langenhart

So wie der Kindergarten ist auch die Innovative Mittelschule Langenhart (St. Valentin) für „Lernen fürs Leben" nominiert. Seit diesem Schuljahr bietet sie ein neues Wahlpflichtfach: „Fit4Life". „Wir wollten ein Fach entwickeln, in dem die Schüler das lernen, was man im Leben braucht", sagt Direktorin Elisabeth Khayll. Jene die sich nicht brennend für Technik, Kreatives oder Sport interessieren, finden hier einen Platz, wo sie wertvolles Wissen vermittelt bekommen. Persönlichkeitsbildung, eine gesunde Lebensweise, Natur erleben, Körperwahrnehmung und das Lernen lernen sind Themen die in „Fit4Life" behandelt werden. „Diese Themengebiete kommen in den anderen Fächern zu kurz", sind sich die IMS-Lehrerinnen Anna Rameder und Julia Reiter einig. Die beiden haben das Konzept für das Wahlpflichtfach mit drei weiteren Pädagogen ausgearbeitet.

Geht über Wissensvermittlung hinaus

„Das Motto "Lernen fürs Leben" trifft es sehr gut. Wir geben den Schülern soziale Kompetenzen für ihre Zukunft mit", so Reiter. Aber auch der Umgang mit anderen sei ein zentrales Anliegen. „Wir erklären die wichtigsten Benimmregeln. Es gibt sozusagen einen Knigge", sagt Rameder.„Die reine Wissensvermittlung reicht heute nicht mehr aus", weiß Khayll aus Erfahrung. Einige Abschnitte des Wahlpflichtfaches dienen auch zur Prophylaxe für die psychische Gesundheit der Kinder. „Es kommt immer häufiger vor, dass Schüler in Depressionen schlittern", so Kahyll.

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