Neue Donaubrücke fixiert
OÖ & NÖ einig, dennoch Kritik an neuem Übergang

So sieht die gewählte Ostvariante der neuen Donaubrücke aus – 700 Meter flussabwärts der bestehenden Brücke.
  • So sieht die gewählte Ostvariante der neuen Donaubrücke aus – 700 Meter flussabwärts der bestehenden Brücke.
  • Foto: NÖ Landesstraßendienst
  • hochgeladen von Michael Losbichler

Ober- und Niederösterreich haben sich auf Ostvariante geeinigt, Ennsdorf und ,Verkehr 4.0' sind nicht erfreut.

OÖ, NÖ. 700 Meter flussabwärts der bestehenden Donaubrücke soll die neue Ostvariante mit je einer Fahrspur pro Fahrtrichtung und einem Radweg errichtet werden. Der Anschluss wird über eine Verbreiterung der Umfahrung Pyburg-Windpassing im Westen erfolgen. Die geschätzten Kosten einschließlich der Sanierung der bestehenden Brücke betragen 137 Millionen Euro – geplante Fertigstellung: 2027.
Im Vergleich zur ebenfalls untersuchten Variante eines Neubaus am Standort der derzeitigen Donaubrücke bringe die Ostvariante nach einer erstellten Kosten-Nutzen-Analyse und einem Rechtsgutachten mehr Vorteile. „Die Pendler der Region und vor allem auch die regionale Wirtschaft brauchen diese neue Donaubrücke mehr als dringend. Umso erfreulicher ist es, dass es nun zu einer Einigung über die Ostvariante gekommen ist und die weiteren Schritte veranlasst werden können. Damit wird es zwischen den Bundesländern Ober- und Niederösterreich künftig zwei Donaubrücken geben, die zu einer Verkehrserleichterung führen“, so Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer.

"Schafft neue Probleme"

Ennsdorfs Bürgermeister Daniel Lachmayr ist über die Entscheidung wenig erfreut: "Das ist eine Schmalspurvariante, welche neue Verkehrsprobleme schafft. Es ist ganz sicher keine zukunftsfähige Lösung. Wir werden natürlich all unsere Bedenken und Forderungen im UVP-Verfahren einbringen.“ Lachmayr verlangt vom Land Niederösterreich außerdem die Veröffentlichung der Verkehrszähldaten, die den Varianten zugrunde gelegt wurden. „Die werden uns seit Monaten vorenthalten.“

Folge: Verkehrsüberlastung

Die Gemeinde Ennsdorf hat bereits im Vorfeld der nun getroffenen Entscheidung dem Land dargelegt, dass es dringend wesentliche Verbesserungen bei der schon bestehenden Verkehrsinfrastruktur brauche: Die geplante Umfahrung St. Valentin-Langenhart müsse Teil des Projekts sein und mit einer leistungsfähigen Anbindung an die Autobahn und die B1 angeschlossen werden. Außerdem benötige es den Umbau der Kreuzung Kristeiner Straße/B1, um die B309 und den Knoten Enns-West leistungsfähig an die Umfahrungsstraße Ennsdorf-Enns-Asten anzuschließen. "Durch die nun getroffene Entscheidung bleiben beide Probleme ungelöst. Dies würde dazu führen, dass man zwar bis Ennsdorf eine vierspurige Straße hat, es jedoch dann in alle Richtungen zweispurig weitergeht. Eine Verkehrsüberlastung der B1-Umfahrung und des Autobahnknotens Asten wären die Folge", so Lachmayr. Eine leistungsstarke und zukunftsfähige Lösung wäre laut dem Ennsdorfer Bürgermeister die Variante entlang des Ennskanals mit einem neuen Autobahnanschluss und der Einbindung der Umfahrung St. Valentin-Langenhart gewesen. "Dass nicht einmal überlegt wurde, wie man den öffentlichen Verkehr in unserer Region und über die Ländergrenzen attraktivieren kann, zeugt für eine Verkehrspolitik aus dem vergangenen Jahrhundert."

"Verkehr 4.0" will Sanierung

Auch die Bürgerinitiative "Verkehr 4.0" fordert mehr Mut, Verkehrskonzepte der Vergangenheit durch Zukunftsfähige zu ersetzen: "Lasst uns bestehende Verkehrswege wegweisend und intelligent sanieren. Lasst uns grenzübergreifende Mobilitätskonzepte entwickeln, die mehr als nur das eigene Auto als Verkehrsmittel berücksichtigen", heißt es in einer Stellungnahme der Initiative. Laut "Verkehr 4.0" sollen sich die Länder auf den Ausbau der bestehenden Donaubrücke konzentrieren.

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