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Osttangente Linz wird Transit-Route

Die Osttangente Linz wird laut Landesrat Steinkellner als Transit-Route genutzt.
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Land OÖ beschließt Trassenverordnung für Linzer Ostumfahrung.

REGION. 2024 soll eine zweite Donaubrücke in Mauthausen errichtet werden. Das Land NÖ präsentierte mögliche Anbindungsvarianten auf niederösterreichischer Seite an die B1 in St. Valentin. Dagegen formiert sich Widerstand: Die Bürgerinitiative Verkehr 4.0. Sie vermuten, dass die zweite Brücke das Stauproblem nicht löst, sondern dem Bau einer Transitlösung von der S10 an die A1 dient.

„Vision existiert nicht“

Landesrat Günther Steinkellner darüber, was es mit dieser Vermutung auf sich hat: „Hier werden Äpfel und Birnen vermischt. Den Plan, den die Bürgerinitiative sieht, gibt es in dieser Konstellation nicht. Bei der Korridoruntersuchung für die Ostumfahrung wurden potentielle Trassenabschnitte seit 2012 im Zuge von zehn Regionskonferenzen begutachtet.“ Als Vorzugsvariante wurde eine stadtnahe östliche Trasse (siehe Grafik) ermittelt, die folgende Voraussetzungen erfüllt: Geringster Umwelteingriff, größte Erfüllung der angestrebten Verkehrsziele. „Eine Verbindungsvariante in der Vision der Bürgerinitiative existiert nicht und ist lediglich eine Fiktion. Diese soll dazu dienen ein Schreckenszenario innerhalb der Bevölkerung zu zeichnen“, so Steinkellner.

Abkürzung auf die A1

Wird trotz der Ost-Tangente in Linz, die Donaubrücke mit Anschluss an die A1 realisiert, steht nun die Befürchtung im Raum, dass die Strecke über Mauthausen bis St. Valentin als Abkürzung auf die A1 genutzt wird. Diese Gefahr bestehe laut Landesrat Steinkellner jedoch nicht: „Als Maßnahme gegen den LKW-Durchgangsverkehr ist auf der B123 zwischen Mauthausen und Pregarten ein LKW-Durchfahrtsverbot ausgenommen Ziel- und Quellverkehr verordnet. Die B123 dient dem regionalen Verkehr. Das zeigt sich auch in den vergleichsweise geringen Verkehrszahlen von zirka 3.500 Fahrzeugen täglich an der Dauerzählstelle nördlich von Ried in der Riedmark.“ Auf Anfrage der BezirksRundschau hat der niederösterreichische Landesrat Ludwig Schleritzko bisher keine Stellung genommen.

Die Brücke ist fix

Auf Oberösterreichischer Seite sei die Einbindung des Brückenstandorts fixiert. Zu klären sei der niederösterreichische Trassenverlauf. Das Problem liege laut Landesrat Steinkellner in den unterschiedlichen Sichtweisen und Präferenzen. Die einen wollen schnellstmöglich eine weitere Donauquerung, andere Interessensgemeinschaft wiederum keine. „Betrachtet man die Fakten stellt sich die Thematik wie folgt dar: Die alte Donaubrücke Mauthausen wurde im Zuge eines aufwendigen Sanierungsverfahrens im vergangenen Sommer saniert. Somit kann eine weitere Nutzungsdauer von voraussichtlich rund 10 Jahren gewährleistet werden. Dann muss das Stahltragwerk der alten Brücke erneuert werden. Bis dahin sollte also eine Brückenquerung bereits bestehen um die Mobilitätsbedürfnisse der NÖ und OÖ Bevölkerung wahren zu können. Ein OÖ oder NÖ Problem wäre somit zu klein dimensioniert, da zahlreiche Betroffene unter dieser potentiellen Einschränkung – egal aus welchem Bundesland sie kommen – zu leiden hätten“, sagt Steinkellner.

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