Bürgerinitiative gegründet
St. Valentiner Bürger wollen Lärmbelastung nicht mehr hinnehmen

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Die Lärmbelastung durch das starke Verkehrsaufkommen in der Steyrerstraße / Werkstraße macht den Anrainern zu schaffen. Die Forderung: eine Umfahrung

ST. VALENTIN. Die Anrainer der Steyrerstraße und Werkstraße St. Valentin sind mit ihrer Geduld am Ende. Eine Zählung eines betroffenen Bürgers ergab: 5.460 Pkw, 481 Lkw und 138 einspurige Fahrzeuge passierten in 11 Stunden und 15 Minuten die Straße. Die Forderung: Eine Umfahrung. „Schon seit Ende der 1980er Jahre wird von einer Umfahrungsstraße geredet", sagt einer der Betroffenen, der sich der gegründeten Initiative "Umfahrung Steyrerstraße/Werkstraße" angeschlossen hat. Der Grund für das hohe Verkehrsaufkommen, beziehungsweise für den Schwerverkehr sind die Ziele der Fahrzeuge. Große Unternehmen wie Engel und CNH sind nur wenige hundert Meter entfernt. „Eines ist klar. Wir sind nicht gegen die Wirtschaft oder die Schaffung von Arbeitsplätzen", so Alfred Hinterndorfer – einer der Initiatoren. „Das wäre ein Unsinn. Es soll nur nicht auf unseren Rücken ausgetragen werden."

Viele Schüler unterwegs

In Gefahr sehen die Bürger auch die Kinder. Denn: 175 Schüler der Volksschule Langenhart und 300 Schüler der NMS Langenhart bewegen sich auf den Gehsteigen. Das Problem sei, dass die Lkw-Auflieger oft in den Gehsteig hineinragen. Im Sommer sei der Straßenlärm noch belastender. „Wir können in heißen Sommernächten nicht einmal lüften, weil der Lärm so stark ist", sagt eine Anrainerin. Schlaglöcher in der Straße würden die Lautstärke noch verschlimmern.

Forderungen an Bürgermeisterin übergeben: „Verstehe Frust"

Am 9. Oktober übergab die Bürgerinitiative ihre Forderungen und eine Liste von 500 Unterschriften an Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr. „Ich verstehe den Frust", sagt die Ortschefin. Zurzeit sei man noch in Verhandlungen mit den Besitzern der betroffenen Grundstücke. Es handelt sich dabei um insgesamt fünf Landwirte. „Ein 'eins zu eins-Tausch' der Grundstücke ist nicht möglich, es gibt natürlich Zusatzforderungen", sagt Suchan-Mayr. Als Landtagsabgeordnete setze sie sich natürlich für ihre Gemeinde ein. Zwei Verantwortliche des Landes Niederösterreich für Landesstraßen werden am 22. Oktober zum Lokalaugenschein kommen.

Gemeinsam Druck machen

„Wenn wir dann die Unterschriften der Landwirte haben, müssen wir gemeinsam Druck machen", sagt die Bürgermeisterin. Maßnahmen zur Überbrückung wie Geschwindigkeitsbegrenzungen, Zebrastreifen und Lärmschutzwände, könne die Gemeinde eigenständig nicht umsetzten, da es sich um eine Landesstraße handelt. „Ich sehe die Unterschriften als ein positives Mittel, um beim Land Druck zu machen." In zwei Monaten soll ein weiteres Treffen mit der Initiative stattfinden, um die Bürger am Laufenden zu halten.

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