Von Ennsdorf aus Amerika erobert

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ENNSDORF/LIMA (ck). Die Abenteuer begannen mit einer Ersteigerung auf Ebay. "2003 habe ich über Ebay ein altes Segelboot, Baujahr 1939, gekauft", erzählt Franz Gusenbauer. Das Boot lag in Port Townsend bei Seattle an der US-Pazifikküste. In der "Boatyard of broken dreams" (Werft der zerbrochenen Träume) verwirklichte der Ennsdorfer seinen Traum und machte seine "Perroquet" in jahrelanger Arbeit wieder seetüchtig. Mit dem restaurierten Boot besegelte Gusenbauer danach die Meere von Kanada bis in die Karibik. Zwischen Haiti und Kuba erlebte der Segler besonders gefährliche Stunden: Sturm und Wellen rissen beide Steuervorrichtungen ab. Mit viel Glück erreichte der Abenteurer die kubanische Küste, wo nach anfänglichen Problemen mit der Küstenpolizei sein Boot wieder fit gemacht wurde.

Heißes Pflaster Venezuela

"Irgendwann brauchte ich wieder Geld, und da bekam ich ein Jobangebot in Venezuela", so der Abenteurer. Im Baumaschinenhandel eines österreichischen Unternehmers führte Gusenbauer viele Aufträge für den Staat aus. "Das System Chavez war schon extrem korrupt. Da wurden gut wirtschaftende Unternehmen enteignet und mit völlig ahnungslosen Leuten aus der Partei besetzt." In privater Hinsicht war Venezuela ein Glücksfall für Gusenbauer – er lernte hier seine Frau kennen. Nach knapp vier Jahren wurde dem Paar mit ihrem neugeborenen Sohn das Leben in Venezuela zu gefährlich. "Uns ist zum Glück nichts passiert, aber da gibt es schon Leute, die dich nur wegen deinem Handy niederschießen." In Perus Hauptstadt Lima fand die junge Familie ihre neue Heimat und Franz Gusenbauer zu wirtschaftlichem Erfolg: Seine Firma GE Minerals SAC verkauft, vermietet und betreibt Brecher- und Siebanlagen für Berg- und Straßenbau. Seine Erfahrung als Serviceleiter beim Valentiner Unternehmen Hartl Powercrusher (nunmehr Atlas Copco Powercrusher) kam dem Auswanderer hierbei zugute. Derzeit arbeitet Gusenbauers Firma an einem Projekt in einer entlegenen Andenregion (Espinar, Region Cusco), wo sie das gesamte Gesteinsmaterial für 150 Kilometer Straßenbau selbst aufbereitet. "In Peru kann man viel Action erleben und viel bewirken", erklärt der Ennsdorfer seine Sympathien für den Andenstaat.

Netzwerk OÖ International
Neben Franz Gusenbauer sind auch zahlreiche weitere Menschen aus der Region und Oberösterreich erfolgreich ausgewandert. Im Ausland lebende Oberösterreicher haben die Möglichkeit, sich im Netzwerk "Oberösterreich International" untereinander auszutauschen. Die 726 beruflich erfolgreiche Mitglieder aus 90 Ländern umfassende Plattform steht unter der Schirmherrschaft von Landeshauptmann Josef Pühringer. Am Samstag, 7. September, findet das "2. OÖ International Treffen" in Linz statt.

Autor:

Christian Koranda aus Enns

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