Heuer weniger Schadholz
Wetter hat gegen Borkenkäfer geholfen

Die oberösterreichische Forstdirektorin Elfriede Moser, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Donausäge Rumplmayr-Geschäftsführer Friedrich Rumplmayr präsentierten die Ergebnisse des jüngsten runden Tischs zum Thema "Borkenkäfer".
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  • Die oberösterreichische Forstdirektorin Elfriede Moser, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Donausäge Rumplmayr-Geschäftsführer Friedrich Rumplmayr präsentierten die Ergebnisse des jüngsten runden Tischs zum Thema "Borkenkäfer".
  • Foto: BRS/Losbichler
  • hochgeladen von Michael Losbichler

Bei einer Pressekonferenz in der höheren landwirtschaftlichen Bundeslehranstalt (HLBLA) St. Florian präsentierten Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, OÖ-Forstdirektorin Elfriede Moser und Donausäge Rumplmayr-Geschäftsführer Friedrich Rumplmayr die Ergebnisse des runden Tischs "Borkenkäfer".

OÖ, ST. FLORIAN. "Es braucht das Zusammenspiel der gesamten Wertschöpfungskette von Waldbesitzern, Industrie bis hin zu Verbrauchern des Rohstoffes Holz, um die heimischen Wälder abzusichern", sagt Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger. Im Sommer 2020 habe die Kooperation gut funktioniert. Vor allem aber das im Vergleich zu den letzten Jahren eher kühlere und nasse Wetter hat heuer dazu beigetragen, dass sich die Menge an Borkenkäfer-Schadholz deutlich verringert hat. "Eine Entwarnung kann ich leider nicht aussprechen. Der Borkenkäfer wird uns weiter beschäftigen", sagt Hiegelsberger. Es sei nun an der Zeit, dass sich auch die Rundholz-Preise wieder normalisieren. Diese sind, verglichen mit den Preisen von 2013, fast bei der Hälfte des Wertes angekommen. "Derzeit ist der Preis auf einem nicht zufriedenstellenden Niveau – Erholung ist aber in Sicht", so Friedrich Rumplmayr. Die Situation in der österreichischen Säge- und Holzindustrie sei stabil. Aktuell gäbe es viele Absatzmöglichkeiten – nicht nur im Inland und in den angrenzenden Staaten, sonder auch Übersee.

Mischwald für die Zukunft

Für die Forstwirtschaft bringen die sich verändernden Klima-Verhältnisse auch eine Umstellung. "Die vom Borkenkäfer befallenen Regionen verlagern sich", erklärt OÖ-Forstdirektorin Elfriede Moser, "während bei den Fichten im Alpenvorland und Mühlviertel eine Erholung festgestellt wurde, haben die Schäden in den Gebirgsbezirken zugenommen." Durch die Klimaveränderung sei es auch wichtig, neue Baumarten für das Alpenvorland zu finden, die besser mit den wärmeren Temperaturen zurecht kommen. Das verschlechtert die Prognosen für die Fichte in niederen Lagen. "Dafür kommen zum Beispiel Tannen und Eichen in Frage." Generell soll der Mischwald die Zukunft sein. Drei bis vier Millionen Jungpflanzen werden jährlich in Oberösterreich ausgesetzt. Dabei seien nur noch die Hälfte Nadelbäume.

Die oberösterreichische Forstdirektorin Elfriede Moser, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger und Donausäge Rumplmayr-Geschäftsführer Friedrich Rumplmayr präsentierten die Ergebnisse des jüngsten runden Tischs zum Thema "Borkenkäfer".
Die Referenten sprachen von einem eher "entspannten" Borkenkäfer-Jahr.

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