Nach virtuellem Jour-Fixe zur neuen Donaubrücke
„Wieder keine Antworten oder Verbesserungsvorschläge“

„Wir brauchen ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Region und kein undurchdachtes Stückwerk“, forderte Ennsdorfs Bürgermeister Daniel Lachmayr schon bei den letzten zwei Protestaktionen im Kreisverkehr Windpassing.
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  • „Wir brauchen ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Region und kein undurchdachtes Stückwerk“, forderte Ennsdorfs Bürgermeister Daniel Lachmayr schon bei den letzten zwei Protestaktionen im Kreisverkehr Windpassing.
  • Foto: BRS/Mitterbauer
  • hochgeladen von Marlene Mitterbauer

Das zweite Planungs-Jour-Fixe zur neuen Donaubrücken Mauthausen sei wieder an den üblichen Forderungen nach einem zukunftsfähigen Gesamtkonzept für Ennsdorf und die benachbarten Gemeinden gescheitert. 

REGION ENNS. „Das Jour-Fixe war nicht zufriedenstellend. Es gab seitens der Beamten wieder keine gescheiten Antworten oder Verbesserungsvorschläge. Es wurde wieder nur das präsentiert, was eh schon gemacht wurde oder was ohnehin schon geplant ist“, resümiert Ennsdorfs Ortschef Daniel Lachmayr nach dem zweiten Planungs-Jour-Fixe zur neuen Donaubrücke Mauthausen am 18. Jänner. Die Anbindungsvariante 12, bei der die Umfahrung Pyburg-Windpassing vierspurig ausgebaut werden soll und mitten in Ennsdorf endet, ist weiterhin Streitpunkt zwischen den betroffenen Standortgemeinden, der Bürgerplattform Pro Ennsdorf-Windpassing-Pyburg und den Straßenplanern der Länder OÖ und NÖ (Wir berichteten).

„Planung hört in Ennsdorf auf“

Die Diskussion mit den nö. Straßenplanern per Videokonferenz sei wieder an den üblichen Forderungen nach einem Gesamtkonzept für die Region gescheitert. Bei der jetzigen Variante befürchten die Gemeinden zusätzliche Verkehrsströme durch die Ortsgebiete. „Die Planung hört ja mitten in Ennsdorf auf, beim Kreisverkehr ist Schluss. Wohin fließt dann der gesamte Verkehr? Na durch Ennsdorf und Enns“, sagt Lachmayr. Auch die B1 Richtung Asten könne diesen Verkehr nicht mehr aufnehmen. „Dieses Problem gehört ebenfalls in die Planung miteingebunden, wir brauchen dringend ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept.“

Auswirkungen auf benachbarte Gemeinden

Auch die zweite Forderung, den öffentlichen Verkehr zu verbessern und so attraktiv wie möglich zu gestalten, stieß bei den Planern erneut auf taube Ohren. Ursprünglich waren auch die Gemeinden Enns und Asten zum Planung-Jour-Fixe eingeladen gewesen, wurden dann aber von den Beamten wieder ausgeladen. „Sie wollen anscheinend nicht, dass zu viele mitreden. Aber wenn die jetzige Variante auch Auswirkungen auf die benachbarten Gemeinden hat, dann wäre es gut, diese ebenfalls einzubinden“, so der Ortschef.

„Variante soll neu bewertet werden“

Herbert Pühringer, Sprecher der Bürgerplattform Pro-Ennsdorf-Windpassing-Pyburg, hegt nach wie vor große Zweifel am Ergebnis der Variantenbewertung – für ihn würden sich einige Benotungen nicht erklären lassen, weshalb er im Auftrag der Bürgerplattform ein eigenes Verkehrsgutachten erstellen ließ. „Wir haben darauf aufmerksam gemacht, dass mindestens zwei Knoten im Vorprojekt nicht angeführt sind und andere Bewertungen nicht berechtigt sind. Da wir nun wieder etwas ,schlauer‘ geworden sind, werden wir den Gutachter beauftragen, diese Neuheiten zu hinterfragen und das Gutachten zu erweitern. Daher fordern wir, die Variante neu zu bewerten“, so Pühringer. Doch diese Einbringungen wurden seitens der Planer ignoriert. „Wir haben leider zur Kenntnis genommen, dass eine konstruktive Diskussion nicht erwünscht ist.“
Im nächsten Schritt werde man nun auf die im Jour-Fixe versprochenen Einzelgespräche mit den Standortgemeinden warten, die nach dem Lockdown stattfinden sollen. Dort werde man die Forderungen wiederholen und auf eine gemeinsame Lösung hoffen. Zwischenzeitlich werde man sich auf die bevorstehende Umweltverträglichkeitsprüfung vorbereiten.

„Wir brauchen ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Region und kein undurchdachtes Stückwerk“, forderte Ennsdorfs Bürgermeister Daniel Lachmayr schon bei den letzten zwei Protestaktionen im Kreisverkehr Windpassing.
Herbert Pühringer, Sprecher der Bürgerplattform Pro-Ennsdorf-Windpassing-Pyburg, hegt nach wie vor große Zweifel am Ergebnis der Variantenbewertung – für ihn würden sich einige Benotungen nicht erklären lassen

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