Wirbel um geplanten Ausbau der Westbahn zwischen Linz und Marchtrenk

Die Benützung bestehender Bahntrassen verhindert neue Zerschneidungen.
  • Die Benützung bestehender Bahntrassen verhindert neue Zerschneidungen.
  • Foto: LK OÖ
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BEZIRK (red). Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich setzt sich dafür ein, die vorgesehene Kapazitätserweiterung der Westbahn mit dem geplanten vierspurigen Ausbau der Trasse zwischen Linz und Marchtrenk auf der bestehenden Strecke zu realisieren. „Die bestehende Westbahnstrecke von Linz nach Marchtrenk ist eine der längsten geraden Abschnitte im österreichischen Bahnnetz. Diese Trassenführung ist auch für moderne Hochleistungszüge optimal. Es ist für die Landwirtschaftskammer OÖ völlig unverständlich, dass diese Strecke verlegt, eine unnötige Kurve hineingebaut und eines der größten noch zusammenhängenden Grünlandgebiete im Nahbereich von Linz dadurch völlig zerschnitten werden soll“, betont Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ.

Flächenverbrauch von 173 Hektar

Die ersten Flächenverbrauchsschätzungen im Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren gehen für den Bau der neuen Bahntrasse von einem Flächenverbrauch von 173 Hektar aus. Zusätzliche Flächen gehen durch Ausgleichsmaßnahmen und die Umlegung von Straßen verloren. Es handelt sich dabei zum Großteil um wertvollste Ackerflächen. Der durch die Verlegung hervorgerufene Flächenverbrauch widerspricht übergeordneten politischen Zielsetzungen, wie den Bodenverbrauch durch neue lnfrastrukturprojekte zu reduzieren. Nicht nur Landwirte müssten bei einer Verlegung große Umwege in Kauf nehmen, um ihre Flächen bewirtschaften zu können. Auch viele Bewohner der Gemeinden und Pendler würden erhebliche Mehrwege machen müssen. „Das kostet nicht nur Zeit und Geld, sondern belastet auch die Umwelt“, so Reisecker.
Die erst nach Nachjustierungen der Bewertungskriterien vor rund zehn Jahren erfolgte Bevorzugung einer Trassenverlegung, die auf noch älteren Annahmen beruht, ist heute keinesfalls mehr aktuell. Aufgrund geänderter Umstände und neuer Erkenntnisse würde eine Neubewertung aktuell wohl gegen die Ausschwenkung zum Flughafen ausfallen.

Bodenverbrauch wirksam reduzieren

Nunmehr zu berücksichtigen ist insbesondere die neue Bahnschnellverbindung von Linz zum Flughafen Wien. Weiters zeigt sich in der Praxis, dass Bahnhöfe außerhalb von Orts- oder Stadtzentren kaum angenommen werden. „Dem Thema Bodenverbrauch ist mittlerweile eine viel höhere Priorität einzuräumen. Immer mehr Boden geht der Landwirtschaft durch Versiegelung verloren. Die Landwirtschaftskammer ist der Ansicht, dass zuerst Bestehendes genutzt werden sollte, bevor unnötig neue Flächen beansprucht werden“, so Reisecker.

Autor:

Oliver Wurz aus Linz-Land

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